Erstellt am 28. September 2016, 05:00

von Peter Sonnenberg

Matzner Top-Talent will unter die Top 1000. Das Matzner Top-Talent Jurij Rodionov (17) nähert sich mit großen Schritten den tausend besten Spielern der Welt und will mehr.

Topmotiviert. Jurij Rodionov aus Matzen.  |  privat

Auf dem Weg nach oben befindet sich der 17-jährige Matzener Jurij Rodionov. Im August und September nahm er insgesamt an fünf ITF-Future-Turnieren teil. Das beste Ergebnis war ein Halbfinale in Bratislava, welches er nur knapp verlor. In der ATP-Weltrangliste hat er sich dabei an die Top 1.000 herangekämpft (Aktuell Platz 1.021).

Hartnäckiger Virus

Zuletzt befand sich Rodionov in der Vorbereitung auf seine ersten beiden Challenger-Turniere in Marokko (in Mohammedia und Casablanca), bereits Ende dieser Woche wäre der Flug mit seinem Trainer Martin Spöttl und ein paar Trainingspartnern geplant gewesen, um sich noch einige Tage an die Bedingungen vor Ort anpassen zu können. Doch am Samstag dann der Schock: „Ich habe mir einen sehr hartnäckigen Virus eingefangen und verzichte deshalb auf die Reise“, so der Marchfelder seufzend. Dennoch ändert das nichts für die Zukunft:

"Gänzlich auf Challenger umsteigen"

"Mein kurzfristiges Ziel ist, in nächster Zeit gänzlich auf Challenger umzusteigen, denn das Spielniveau dort zu erreichen, wäre ein wichtiger Schritt für mich.“ Rodionov kam mit seinen Eltern als Zweijähriger nach Niederösterreich. „Ich habe mich nie als Ausländer betrachtet. Die Bezeichnung Weißrusse ist fremd für mich“, sagt der 17-Jährige, der im Juni 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen bekam. In Sachen Tennis wurde Rodionov, der übrigens mit charmanter Weinviertler Klangfarbe spricht, Heribert Elias anvertraut, der in Deutsch-Wagram schon die ersten schlägertechnischen Gehversuche mit Jürgen Melzer unternommen hatte.

Sein Trainer Spöttl weiß auch um die Wichtigkeit dieser Turniere: „Es ist Zeit, Jurij kontinuierlich an das Herren-Tennis heranzuführen. Nachdem er seine ersten Futures bestritten hat und dabei auch ein paar Erfolgserlebnisse verbuchen konnte, ist der logische nächste Schritt, sich bei einem Challenger zu versuchen.“ Spöttl weiters: „Das wäre der nächste Meilenstein seiner Karriere, wenn er sich dort durchsetzt.“