Rückkehr unter die Top 300 der Welt

Der Deutsch-Wagramer Gerald Melzer ist auf dem besten Weg zurück: Er gewann ein Challenger-Turnier und klettert in der Weltrangliste nach oben.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 03:38
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Jawohl! Der Sieg beim Challenger-Turnier im kolumbianischen Bogota war für Gerald Melzer nach vielen Monaten und Jahren des Leidens eine Erleichterung. Damit ist er zurück im Kreis der 300 besten Tennisspieler der Welt.
Foto: APA/EXPA/Sebastian Pucher

Während sein Bruder Jürgen diese Woche beim Erste Bank Open in Wien auch im Doppel das letzte Match auf der ATP-Tour bestreiten wird, kämpft sich der Deutsch-Wagramer Gerald Melzer zurück.

Der neun Jahre jüngere Melzer, der 2016 schon bis auf Platz 68 geklettert war, holte am Sonntag den Challenger-Titel in Kolumbiens Hauptstadt Bogota (52.080 Dollar). Mit einem 6:2, 3:6 und 7:6(5)-Finalsieg über den Argentinier Facundo Mena holte er 7.200 Dollar Preisgeld sowie 80 ATP-Zähler.

Im Ranking scheint er nun auf Platz 297 auf; vor einer Woche war es noch Rang 421, Anfang August 1.150. ÖTV-Sportdirektor Jürgen freute sich nicht nur in seiner Funktion, sondern noch viel mehr für seinen kleinen Bruder.

„Als Sportdirektor bin ich sehr glücklich über diesen Sieg, aber ich muss jetzt einen Moment den Hut abnehmen. Ich habe dich in den vergangenen zwei Jahren mental und körperlich leiden sehen“, schrieb Melzer auf Instagram. Es habe sehr viel Mut gebraucht, nicht einfach das Handtuch zu werfen. „Vielleicht liebst du den Sport ja mehr, als du zugeben willst. Was für ein Sieg, ich bin so stolz auf dich“, freute sich der ehemalige Weltranglisten-Achte.

Aufnahme in Team für Daviscup fix

Gerald Melzer, der dank seiner Aufwärtstendenz auch ins Davis-Cup-Team für Innsbruck aufgenommen wurde, bleibt gleich in Südamerika und spielt diese Woche in Lima (Peru) weiter. Ein Bänderriss im Sprunggelenk hatte ihn 2018 völlig aus der Bahn geworfen und auch mehrere Operationen hatten ihm nicht wirklich geholfen. Erst im Mai 2021 gab er nach zwei Jahren ohne Match sein Comeback, als er im Ranking schon aus den Top 1.000 gefallen war.

Ex-Wien-Sieger zu stark für Rodionov

Stichwort Erste Bank Open Wien: Für den Matzener Jurij Rodionov war bereits in der Qualifikation Schluss, er unterlag Kevin Anderson, dem 35-jährigen Wien-Sieger von 2018 aus Südafrika, klar in zwei Sätzen mit 1:6 und 4:6.