„War kurz und schmerzvoll“. Rainer Predl, Extremläufer aus Lassee beim Ultratraillauf in Deutschland.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 24. Juni 2014 (09:36)
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NÖN: Sie waren beim Salamon Zugspitz Ultratrailauf, einem der härtesten Bergläufe Europas über 100 Kilometer, am Start. Wie hart war es?
Rainer Predl: Es war brutal, ich musste leider bei Kilometer 60 aufgeben. Ich habe nichts mehr essen und trinken können, ohne mich sofort zu übergeben. Kein Wunder also, dass ich immer mehr dehydriert bin. Also zusammenfassend, es war kurz und schmerzvoll (lacht).

Bis dahin lagen Sie aber zwischenzeitlich sogar auf Platz drei. Da wird die Enttäuschung doppelt so groß sein?
Predl: Ja und nein. Denn mir ist ein Anfängerfehler passiert, ich habe viel zu schnell angefangen. Da sind bei mir wohl ein wenig die Emotionen übergegangen aufgrund des großartigen Ambientes und der vielen Fans entlang des Startbereichs.

Erzählen Sie ein wenig über das Flair dieses Ultralaufs bzw. den Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gilt?
Predl: Berglaufen ist eine Wissenschaft für sich, weil du rennst meistens durch mehrere Klimazonen und unwegsames Gelände. Außerdem muss man permanent konzentriert sein, weil es immer gefährlich ist. Ein Beispiel gefällig? Bei Kilometer 10 bin ich ausgerutscht, eine kleine Böschung runter, wo mich ein kleiner Baum Gott sei Dank gebremst hat.

Wie geht es bei Ihnen jetzt weiter? Welche extreme Aufgabe wartet als nächstes?
Predl: Der Weltrekordversuch auf dem Laufband über sieben Tage im Februar 2015. Das wird ein Monsterprojekt.