Zweimal „700er“ geknackt. Die weltbeste Kegel-Mannschaft, der SKV Rot-Weiß Zerbst aus Deutschland, war am Freitag im Kegelsportzentrum Orth/Donau zu Gast und begeisterte dabei die zahlreichen Fans.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 06. September 2017 (02:53)
Gastspiel der Weltbesten. Der zwölffache deutsche Meister Rot-Weiß Zerbst ’99 aus Sachsen Anhalt mit Vereinspräsident Lothar Müller (Dritter von links) wurde von KSK-Orth-Obmann Josef Rathmayer (Fünfter von links)in Empfang genommen und im Marchfeld begrüßt.
NOEN, Josef Schordan

Im Rahmen der Union-Landesmeisterschaften im Kegelsportzentrum Orth an der Donau gab es einen ganz besonderen Leckerbissen für alle Fans des Kegelsports: Niemand geringerer als der SKV Rot-Weiß Zerbst aus Deutschland, die aktuell weltbeste Mannschaft, war zu Gast im Marchfeld. Der regierende Champions- League- und Weltpokalsieger war letzte Woche auf Trainingslager im burgenländischen Ritzing und absolvierte auch ein Testspiel gegen die Orther.

Und die Kegler aus Sachsen-Anhalt hielten, was ihr Ruf versprochen hatte: Gleich zwei Kegler, Mathias Weber und Thomas Schneider, spielten über die Traummarke von 700 Gesamtkegeln. Generell warfen alle Zerbster konstant gut über 600 Kegel. Die Orther brauchten sich da aber nicht zu verstecken: Mit Martin Rathmayer (643 Kegel) und Matthias Zatsch kowitsch (631) schafften dies gleich zwei Lokalmatadoren.

Lob von den Deutschen

Dennoch war die Überlegenheit des Champions-League-Siegers deutlich zu sehen und der 6:2-Sieg ungefährdet. Danach gab es Lob von den Deutschen: „Wir haben schon öfters in Österreich gekegelt, sind aber das erste Mal in Orth. Von der Gastfreundschaft und der tollen Sportanlage sind wir total begeistert“, streute Vereinspräsident Lothar Müller Rosen. Auch das zahl reiche Publikum, darunter auch die Gemeinderätin Brigitte Humer und Gemeinderat Franz Krammer, war begeistert und feuerte die Spieler beider Mannschaften lautstark an.

Im Vorspiel zeigten die Orther Damen, dass sie auch das Potenzial für die Bundesliga hätten: Unter anderem gab es 615 Gesamtkegel von Dominique Pumpler zu sehen, womit sie den Bahnrekord einstellte und einen der Höhepunkt der heurigen Union-Landesmeisterschaften lieferte. Mit einem Schnitt von 557:507 Kegeln gegenüber den zweitplatzierten Manker Damen fiel der Sieg der Gastgeberinnen deutlich aus. Bei den Herren reichten die gezeigten Leistungen gegen Zerbst für einen überlegenen Sieg bei den Union-Landesmeisterschaften. Der Mannschaftsschnitt war mit 606 Kegeln eine Klasse für sich.