Des Gmünders Angst vor Sonntagen. Auch in Eggenburg geizten die Gmünder am Sonntag mit spielerischen Reizen. Amaliendorf siegte neuerlich.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 28. Oktober 2014 (09:10)
NOEN, Maximilian Köpf

EGGENBURG - GMÜND 1:1. Sonntagspartien und der SC Gmünd – zwei Dinge, die anscheinend nicht zusammenpassen. Wie in der Vorwoche gegen Amaliendorf war auch das zweite Sonntagsspiel der Hinrunde aus Gmünder Sicht, diesmal gegen Eggenburg, kein spielerischer Leckerbissen. Auf dem rutschigen Boden im SKE-Stadion taten sich beide Teams schwer. „Wie ein Eislaufplatz“, befand Gmünds Trainer Christian Kellner, dessen Schützlinge einen perfekten Start hinlegten. Der erste wirkliche Angriff kam erst in der 17. Minute, dafür landete der Ball aber gleich im Tor: Nico Schrittwieser flankte und Tolga Yigit bewies Köpfchen.

Damit ließen sich die Gmünder aber zurückfallen und lockten den SKE vors Tor. Erst scheiterte Paul Macho noch an Tormann Robin Pfeiffer, mit dem Pausenpfiff glich David Tretzmüller aber aus. „Das war für unsere zweite Hälfte überhaupt nicht gut“, ahnte Kellner bereits, was nach dem Seitenwechsel folgen sollte: noch weniger Chancen, noch mehr Zerfahrenheit und noch mehr weite Bälle. Fünf Minuten vor Schluss sorgte Schrittwieser mit einem Alleingang für Aufmerksamkeit, ließ sich das Leder aber vom Fuß nehmen. „Der Auswärts-Punkt geht in Ordnung“, resümierte Kellner, der mit seiner Elf jetzt schon seit neun Spielen ungeschlagen ist. „Mit den Remis hüpfen wir aber nicht weit.“

AMALIENDORF - HOFSTETTEN 4:1. Spät aber doch kommt Amaliendorf auf Touren. Diesmal erwischte es den direkten Konkurrenten Hofstetten. „Sie waren kein leichter Gegner, haben Angriffsfußball gezeigt“, sagte Sportleiter Wolfgang Dürnitzhofer, der zwar früh jubeln konnte, als Spielertrainer David Langer nach Siudek-Vorarbeit einnetzte (33.), danach aber zitterte.

Niksa Dimitrijevic glich aus und hatte auch gleich die Führung am Fuß – Interims-Rechtsverteidiger Arthur Rosenauer rettete auf der Linie. Stattdessen setzte auf der Gegenseite der starke Krzysztof Siudek zum Vorstoß an und servierte Petr Bartejs den Ball zum 2:1-Pausenstand.

Jetzt wollte Hofstetten den Ausgleich, scheiterte aber an Schlussmann Christian Macho, der einige „Unhaltbare“ entschärfte. Nach und nach riss Amaliendorf das Ruder herum. Als in der 80. Minute Hofstetten-Keeper Martin Holzer den auf ihn zustürmenden Bartejs umholzte und dafür Rot sah, war‘s das für die Gäste. Langers Freistoß knallte an die Stange, aber dann krönte Siudek seine Leistung mit dem 3:1 (84.). Schließlich machte Georg Hofmann binnen weniger Augenblicke zweimal das Tor auf und legte ab für Bartejs, der beim ersten Mal vom Fünfer gerade noch das Ballfangnetz traf, im zweiten Versuch aber den 4:1-Sieg vollendete (87.).