Premiere im Schremser Schnürlregen. Glanzloses Derby brachte keinen Sieger hervor, obwohl Gmünd nach der Pause gehörig zitterte.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 30. September 2014 (08:41)
Schrems' Martin Hrubsa hatte Gmünd-Goalgetter Ondrej Hacka (hinten) gut im Griff. Für ihn sprang Tolga Yigit (Nr. 17) als Vollstrecker ein, während Sercan Nikbay (16) den Matchball ausließ.
NOEN, M. Köpf

SCHREMS - GMÜND 1:1. Die Watschen wurden beim Derby zwischen Schrems und Gmünd nur in der Reserve verteilt. Da ließ sich Gmünds Alexander Bauer zu einem Ausraster hinreißen und revanchierte sich für einen Bodycheck im Luftkampf bei Roland Beer mit einem Tritt – er sah dafür glatt Rot.

Die Kampfmannschaften trennten sich in einer schwachen Partie zum ersten Mal seit dem Schremser Abstieg aus der 1. NÖN Landesliga mit einem Unentschieden. Auf dem regennassen Rasen im Schremser Birkenstadion wollte vor 1.000 Zuschauern lange kein rechter Spielfluss aufkommen. Schrems startete beherzt, spielte sich aber keine Chancen heraus. Nur einmal pfefferte Lukas Adam das Leder nach einer halben Stunde übers Tor. Da war aber das Momentum schon auf die Gmünder Seite gewandert, die diesmal ohne Startschwierigkeiten die Anfangsphase überstanden. Kurze Zeit später brachte Tolga Yigit nämlich einen Wasserbauer-Stanglpasse ins Tor (30.) und hätte gleich darauf sogar auf 2:0 erhöhen können, traf aber aus 20 Metern nur die Querlatte.

Derbyschreck Wimmer schlug wieder zu

Erinnerungen an Eggenburg wurden beim ASV wach, erfüllten sich aber nicht. Schrems war zwar geschockt, zerfiel aber nicht.

Mit gewechselten Seiten gehörten nur mehr fünf Minuten den Gästen. Ab jetzt übernahmen die Schremser aufs Haustor spielend das Kommando. „Wir waren ab dem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden“, war Gmünd-Coach Christian Kellner fassungslos.

Das Vorhersehbare trat ein: Der eben erst eingewechselte Manfred Wimmer erzielte mit seinem zweiten Ballkontakt den Ausgleich (60.) und legte damit bei den Hausherren einen Schalter um. Diese setzten jetzt die Gmünder, die kaum mehr für Entlastung sorgen konnten, unter Dauerdruck. „Da siehst du, wie leicht Fußball sein kann“, wartete ASV-Coach Manfred Mayer schon auf den Führungstreffer. Als Markus Dangls Freistoß knapp nur das Außennetz streifte, wähnten sich die Fanss schon im siebenten Derbyhimmel. Als sich Nico Schrittwieser dem heraneilenden Sercan Nikbay gerade noch in die freie Bahn stellte, gab es lange Gesichter beim Schremser Anhang. Und als dann gar kein Tor mehr fiel, wussten weder Gmünder Eagles noch ASV Fanatics, ob sie sich freuen sollen oder nicht. „Die erste Hälfte war Gmünd besser, die zweite Hälfte wir. Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden“, analysierte ASV-Sektionsleiter Walter Ölzant pragmatisch.

Schrems‘ Martin Hrubsa hatte Gmünd-Goalgetter Ondrej Hacka (hinten) gut im Griff. Für ihn sprang Tolga Yigit (Nr. 17) als Vollstrecker ein, während Sercan Nikbay (16) den Matchball ausließ.M. Köpf