Schrems im Aufbruch. Spät, aber doch fixierte Michael Macha den zweiten Schremser Heimsieg. Coach Mayer ortet Aufbruchstimmung.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 28. Oktober 2014 (09:06)
NOEN, Maximilian Köpf

SCHREMS - SEITENSTETTEN 1:0. Dass Abwehrchef Michael Macha mit seinen drei Toren zurzeit der Schremser Top-Scorer ist, sagt eigentlich alles. Die Granitstädter tun sich schwer mit dem Toreschießen. So auch am Freitag gegen Seitenstetten.

Schon nach wenigen Minuten steuerte Manfred Wimmer auf das Tor zu, vergab jedoch, und trat damit eine Flut von ausgelassenen Schremser Chancen los. Nach einer halben Stunde krachten in einer Situation fünf Schüsse aufs Tor, gingen aber nicht ins Netz. „Je länger du nicht triffst, desto nervöser wirst du“, ortete ASV-Coach Manfred Mayer, der seinen Spielern nach der ersten Hälfte in der Kabine kaum etwas vorwerfen konnte, die Gründe für das Bremsen des Sturmlaufs nach der Pause auf der mentalen Ebene.

Zwar kam Seitenstetten, das vor der Pause nur einmal aufs Tor geschossen hatte, auch jetzt nicht öfter vors Tor, Schrems kam aber nicht mehr so oft durch die hinteren Reihen.

Vor allem bei Standard-Situationen brannte im Seitenstettner Strafraum aber stets der Hut. Da verwundert es nicht, dass ein ruhender Ball die Entscheidung brachte: Bernhard Brantner trat einen Eckball, Michael Macha stand goldrichtig und Seitenstetten-Keeper Reinhard Haider war geschlagen (85.). „Und wenn wir ihn in der 90. Minute reinwurschteln: Hauptsache wir gewinnen!“, so Mayer. „Man merkt aber schon, dass zurzeit eine Welle durch Schrems geht – ein bisschen Aufbruchstimmung.“