Zwei neue Keeper in einem Spiel. Amaliendorf holte vor Pleite gegen Atzenbrugg neuen Tormann, der Macho zum Comeback verhalf.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 30. September 2014 (08:39)
Die Amaliendorf Abwehr um den kämpferisch wie immer tadellosen Bernhard Ziegler (vorne) leistete sich zwar einige haarsträubende Böcke, ist aber nicht mehr das Problem des Nachzüglers.
NOEN, M. Köpf

AMALIENDORF - ATZENBRUGG 1:2. Das Debüt hätte er sich wohl anders vorgestellt: Gegen Atzenbrugg stand beim Tabellenletzten Amaliendorf erstmals Milos Beznoska zwischen den Pfosten und musste gleich zweimal hinter sich greifen.

Der Verein holte den Tschechen, der bereits zwischen 1999 und 2001 für den SCA das Tor hütete und danach jahrelang in Karlstein tätig war, aus seiner zweijährigen Karrierepause. Deshalb war der Wechsel auch außerhalb des Transferfensters möglich.

„Wir mussten reagieren“, stellte Spielertrainer David Langer fest. „Christian Macho ist ständig verletzt, für Jiri Mazanek wird das zu viel.“

Letzterer fehlte im Übrigen gegen Atzenbrugg – wegen einer Grippe (Langer: „Er wird etwas pausieren, ist sehr ausgelaugt.“). Dafür meldete sich Macho wieder fit und kam auch prompt zum Einsatz. In der zweiten Hälfte nämlich verletzte sich Milos Beznoska am linken Fuß – nach 70 Minuten ging nichts mehr. Bei seinem Comeback nach fünf Monaten hielt Macho seinen Kasten sauber. Als er ins Spiel eingriff, stand es aber bereits 1:2 und Amaliendorf musste wieder einmal einem Rückstand hinterherlaufen.

Die Stange verwehrte die ersten Punkte

Nachdem ein Doppelschlag vor der Pause kurz die Tristesse beendete, ging es mit 1:1 in die Kabinen: Erst war Adam Stredula Nutznießer eines Pressballes (33.) und Minuten später ließ Atzenbrugg-Keeper Patrick Janecek den Ball nach einer Freistoß-Abwehr direkt vor Yorick Groll fallen (36.).

Mit den Seiten wollte Amaliendorf auch die Spielweise wechseln – das gelang aber vorerst nur bedingt. Den ersten Gegentreffer gab Referee Gerhard Daubeck wegen einer umstrittenen Abseitsposition des Gäste-Angreifers nicht. So ging Atzenbrugg eine Reihe zurück: Aus 20 Metern schoss Michael Mick ein (56.).

Dann legten die Hausherren aber doch zu. Zeitweise tänzelten die Angreifer trotz ihrer Unform scheinbar spielend durch die Atzenbrugger Defensive. Allerdings scheiterten Bartejs & Co. dort auch jedesmal. „Klar sind Petr Bartejs, Krzysztof Siudek und die anderen Offensivspieler nicht in Top-Form“, räumte Obmann Helmut Wiesinger ein. „Uns fehlt aber auch das Glück.“ Gleich zweimal hüpfte der Ball von der Torbegrenzung ins Aus. „So gibst du dann auch gegen einen schlagbaren Gegner wieder Punkte her.“