Bundesliga wird plötzlich ein Thema. Durch Erlaa-Ausstieg Heidenreichstein plötzlich Erster! Schremser Chancen auf Klassenerhalt steigen.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 09. Mai 2018 (04:03)
Martin Lobenschuss
Lenka Steffanova (rechts) und ihre Heidenreichsteinerinnen rückten durch den Erlaa-Ausstieg auf Platz eins nach vorne. Was man im Fall des Titels macht, weiß man noch nicht.

Paukenschlag am Montagvormittag! Der ASK Erlaa zog seine zweite Mannschaft aus der Landesliga zurück – wegen anhaltender Personalprobleme, die zuletzt schon zu Absagen im Wochentakt führten. Damit wurde die Tabelle ordentlich durcheinandergewirbelt. Tabellenführer ist jetzt Heidenreichstein, Absteiger gibt es womöglich gar keinen.

Dass Erlaa 1b ein Ablaufdatum hat, war aufmerksamen Beobachtern schon seit längerer Zeit klar. Zu oft musste der ASK ohne Ersatzbank antreten oder überhaupt absagen. „Ich hätte aber nicht gedacht, dass sie während der Saison aufhören“, sagt Franz Ledermüller, Trainer des DFC Heidenreichstein.

Keine Spekulationen beim ASV Schrems

Für Schrems ist neben dem ersten Frühjahrssieg (2:1 gegen Stetteldorf) durch Erlaas Rückzug die Hoffnung auf den Klassenerhalt größer geworden. Trainer Ernst Gull will sich aber keinen Spekulationen hingeben: „Warten wir ab, was passiert. Aber wir wollen auf jeden Fall aus sportlichen Gründen oben bleiben.“

Denkbar sind am Tabellenende aber noch viele Szenarien. „Wieviele Absteiger es geben wird, ob durch Erlaas Ausstieg überhaupt noch ein Verein absteigen muss, kann man jetzt noch nicht sagen“, betont Sabine Fröhlich vom Frauenfußballausschuss des NÖFV. Die offenen Fragen beginnen schon in der 2. Liga Ost/Süd, wo auch NÖ-Klub Eggendorf noch im Abstiegskampf verwickelt ist.

„Wir hätten nicht damit gerechnet, dass wir noch ein Wörtchen um den Meistertitel mitreden können.“ DFC-Trainer Franz Ledermüller

Zudem weiß man noch nicht, ob der Landesliga-Meister auch aufsteigen will. In Heidenreichstein, aktuell Tabellenführer, hat man sich noch keine Gedanken gemacht. „Dafür ist das jetzt zu schnell gekommen. Wir hätten nicht damit gerechnet, dass wir noch ein Wörtchen mitreden“, sagt Ledermüller, der im Vorjahr allerdings meinte, ein Aufstieg in die 2. Liga sei für den DFC nicht zu schaffen.

Aus der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel drängen Schweiggers und Horn II nach. Ob es Anwärter aus den anderen Gebietsligen gibt, ist aber noch nicht sicher.

Fröhlich hofft, kommende Woche schon mehr sagen zu können. Immerhin eines ist aber schon jetzt gewiss, wie Fröhlich sagt: „Eine Aufstockung der Liga aus zwölf Vereine wird es nicht geben. Dagegen hat sich die Mehrheit der Vereine ausgesprochen.“

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