Anzeige stimmte nicht: Kontrolle ist besser .... Doch keine Overtime: Gmünd traute der Anzeige in Studena nicht – gewann damit Spiel und die Meisterschaft.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 28. Februar 2018 (02:35)
Gute Nachrichten für den UBBC Gmünd. Nach seiner Knieverletzung meldete sich Hans Ganter (li.) bei den Zweierherren als Topscorer zurück. Jetzt soll er auch in der Landesliga wieder helfen.
NOEN

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, besagt ein Sprichwort. Bewahrheitet hat sich das am Samstag beim Spiel der Gmünder Zweierherren in Studena. Weil Gmünds Kapitän Alexander Macho in den Schlusssekunden seine zwei Freiwürfe neben den Korb setzte, hätte es eigentlich in die Overtime gehen müssen.

76:76 stand auf der Anzeigetafel. Nur stimmte das nicht, wie sich nach eingehender Kontrolle des Spielberichts durch die Schiedsrichter herausstellte. Gmünd hatte nämlich 77 Punkte erzielt und die Partie damit in der regulären Spielzeit gewonnen.

Mit diesem hauchdünnen Ergebnis hat UBBC nicht nur den Basketballkrimi für sich entschieden, sondern auch die Weichen auf Titelverteidigung gestellt. Während die Grenzstädter noch ungeschlagen sind, liegt der einzige Titelkonkurrent Studena schon bei zwei Niederlagen. Selbst wenn Studena jetzt alle Partien gewinnt, kann Gmünd nur mehr theoretisch von der Spitze verdrängt werden.

Landesliga-Team will dritten Platz sichern

Grund zum Feiern also – und das gleich im dreifachen Sinn. Neben dem Sieg im anfangs von Gmünd klar dominierten Spiel, in dem es später noch verdammt eng wurde, eben der Quasi-Meistertitel. Und darüber hinaus feierte Hans Ganter nach einer langwierigen Knieverletzung sein Comeback. Mit 26 Punkten war er in Tschechien auch gleich Topscorer!

Das sind auch gute Nachrichten für die Einsermannschaft in der Landesliga, die am Sonntag in Deutsch Wagram in den fast schon ungewohnt spielreichen März startet. „Hansi tut nichts mehr weh, er wird also spielen“, freut sich UBBC-Manager Franz Chwatal. Der Plan für den Tanz mit den Alligators? „Deutsch Wagram auf Distanz halten, um den dritten Platz abzusichern.“