Landesliga Herren: Starke Gmünder ohne Punkte

UBBC Gmünd hatte Traiskirchen am Rand der Niederlage. Black Out besiegelte jedoch Heimschlappe.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 02:32
Basketball - Landesliga Herren: Starke Gmünder ohne Punkte
Alle Augen auf Uli Fraberger. Der lieferte beim Saisonstart vor mehr als 200 Zuschauern mit dem UBBC Gmünd eine gute Leistung ab, am Ende reichte es gegen Traiskirchen aber nicht.
Foto: M. Köpf

Nach eineinhalb Jahren gab es im Gmünder Schulzentrum wieder Landesliga-Basketball zu sehen. Wenig verwunderlich, dass sich da beim Saisonauftakt des UBBC Gmünd gegen BK Traiskirchen mehr als 200 Zuschauer auf der Galerie sammelten. Zu feiern gab es letztlich jedoch knapp nichts. Nicht weil, die Leistung nicht über weite Strecke gepasst hätte, sondern weil fünf Minuten das komplette Spiel der Gmünder zunichtemachten.

Der UBBC versemmelte zwar den Start, lag gleich mal 1:6 hinten, war dann aber die treibende Kraft, ging 19:12 in Front. So lief es auch im zweiten Viertel weiter. Uli Fraberger und Michael Traxler wurden stärker, Gmünd zog auf 34:25 davon. Dann riss der Faden jedoch komplett.

System zerfiel kurz

Die Lions waren tonangebend. Der Vorsprung schmolz nur so dahin. Zur Halbzeit führten die Gäste schon 46:39, hatten die Hausherren mit 21:5 in fünf Minuten vorgeführt. „Das war die spielentscheidende Phase“, analysierte UBBC-Manager Franz Chwatal. „Unser System hat nicht mehr gegriffen. Wir haben selbst nix getroffen, und Traiskirchen leichte Punkte ermöglicht.“

Nach dem Seitenwechsel lief das Spiel wieder ausgeglichen – wenn auch schlecht. Wenig Offensive, viele Fehler auf beiden Seiten. Erst gegen Ende brachten Vartecky und Armin Graf den UBBC von der Dreierlinie heran. Im Schlussabschnitt erhöhten die Heimischen noch einmal die Schlagzahl. Gmünd glich zum 63:63 aus. Dann stellten die Gäste, die mit zwei Bundesliga-Spielern angereist waren, aber ihre Treffsicherheit unter Beweis, zogen wieder weg.

Siegchancen waren da

„Hinten raus wurde es auch eine Kraftfrage“, sagte Chwatal. „Das war aber eine gute Leistung. Die Chancen zum Gewinnen waren da. Mit Christoph Staud (war beruflich verhindert; Anm.) hätten wir‘s gepackt. Oder wenn die Dreier reingefallen wären. Oder wenn wir nicht das Black Out im zweiten Viertel gehabt hätten…“

Chance zur Verbesserung gibt es gleich am Samstag, wieder daheim. Gegner ist diesmal Tulln. Chwatal: „Da sind wir fast schon etwas unter Zugzwang. Aber mit der Kampfkraft, die wir gegen Traiskirchen gezeigt haben, bin ich für das Spiel positiv gestimmt.“