Alexander Bichl: "Lauf lieber ungewöhnlich". Ein sehr spezielles Jubiläum hat Alexander Bichl beim Silvesterlauf in Gmünd gefeiert: 140. Laufbewerb im Jahr 2016.

Von Michael Salzer. Erstellt am 04. Januar 2017 (02:56)
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Die zuerst angestrebte Hunderter-Marke hat Alexander Bichl schon am 1. Oktober erreicht. So packte er im letzten Quartal 2016 noch 40 Läufe drauf.
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„Ich möchte 100 Läufe innerhalb von 366 Tagen absolvieren!“ Mit diesem Vorsatz ist Alexander Bichl zunächst ins Schaltjahr 2016 gestartet. Doch es war schon am 1. Oktober soweit: Mit der Teilnahme am Mandelsteiner Berglauf hat der umtriebige Bankangestellte aus Zwettl die Hunderter-Marke geknackt. So wurde als neues Ziel die Zahl 140 angepeilt. Letztlich sind es 860 Lauf-Kilometer (Durchschnitt: 3:45 Minuten pro km) und 35.000 Kilometer auf der Straße geworden!

Was bringt das, im Schnitt drei Läufe pro Wochenende zu bestreiten? Hat das Monsterprogramm nicht oftmals bessere Platzierungen gekostet? „Nein, das glaube ich nicht. Für mich ging es immer darum, Quantität mit Qualität zu verbinden. Ich brauche einfach neue Strecken und neue Herausforderungen zur Motivation. Durch die vielen Läufe bin ich einen guten Rhythmus gekommen, habe an mentaler Stärke gewonnen. Früher war es oft so, dass ich vor einem Lauf zuviel wollte – und dann ist mir überhaupt nichts gelungen. Heute renn‘ ich viel lockerer drauf los.“

Als größten Erfolg nennt Bichl seinen Gesamtsieg im Cup „Wien läuft!“. Von insgesamt 25 Rennen in der Bundeshauptstadt war der Waldviertler Dauerläufer bei 15 am Start, hat sieben davon gewonnen. Strebt er 2017 noch mehr Rennen an? „Nein, auf Dauer kann ich nicht so viel laufen. Ich strebe ungefähr 75 Bewerbe an – damit würde ich bei 300 in den letzten drei Jahren landen.“ Letztlich hat Alex Bichl einen interessanten Tipp für alle Laufsportler parat: „Verwende nie eine Pulsuhr oder einen Trainingsplan!“