Erstellt am 18. Januar 2017, 03:11

von Maximilian Köpf

Tischtennis: Fegerl hat ersten Titel mit Borussia. Stefan Fegerl feierte seinen ersten Titel mit Borussia Düsseldorf, bot dafür im Cup-Finalturnier eine souveräne Leistung. Jetzt kommt ein Mammutprogramm.

Das Training mit Freund Dimitrij Ovcharov, Europas Tischtennisspieler Nummer eins, hat sich für Stefan Fegerl ausgezahlt – im Anschluss feierte er seinen ersten Titel mit Borussia Düsseldorf.  |  privat

Es ist vollbracht. Stefan Fegerl hat seinen ersten Titel mit Borussia Düsseldorf geholt. In einem einseitigen Cup-Final-Turnier des in Ulm holte der deutsche Rekordmeister vor 3.100 Zuschauern gegen Hilpoltstein und Saarbrücken den 25. Pokalsieg, den fünften in Folge.

Der Unterlembacher rief im Final-Four-Turnier eine Top-Leistung ab – die Pause im Bundesliga-Schlager gegen Ochsenhausen hat ihm also nicht geschadet. Im Halbfinale ließ er in seinem Einzel Petr David, dem Spitzenspieler von Sensations-Halbfinalist Hilpoltstein, keine Chance, fegte ihn 3:0 von der Platte. Genauso souverän zeigte sich der 28-Jährige dann im Finale gegen Saarbrücken. Mit seinem 3:1-Erfolg über Bojan Tokic legte er Kristian Karlsson den Matchball auf, den dieser gegen Tiago Apolonia nutzte.

Die Borussia gewann beide Spiele klar mit 3:0 und sicherte sich damit schon den den insgesamt 67. Titel der Vereinsgeschichte. Zwei weitere können heuer noch folgen. Den Grundstein dafür müssen Stefan Fegerl & Co. in der nächsten Woche legen – mit einem Mammutprogramm. Binnen zehn Tagen stehen für vier wichtige Einsätze auf dem Programm.

Los geht‘s am 19. Jänner mit den Ungarn Open, wo er unter 220 Teilnehmern als Siebenter gesetzt ist. „Das ist schon einmal wichtig, keine Quali spielen zu müssen“, sagte Fegerl der NÖN. Das Turnier sei topbesetzt, auch mit vielen Chinesen. „Denen gilt es natürlich so lange wie möglich aus dem Weg zu gehen. Dafür braucht‘s immer etwas Losglück.“

„Wichtige Spiele: Da ist verlieren verboten!“

Am 24. Jänner ist Fegerl dann wieder mit dem Nationalteam im Einsatz für das letzte Spiel der EM-Qualifikation gegen Ungarn. Mit einem Sieg ist die Teilnahme an der EM in Luxemburg im September fix – das garantiert nämlich nur der Gruppensieg. Kein unwahrscheinliches Szenario, gewann Österreich doch auch das Hinspiel, obwohl Fegerl erkrankt fehlte.

Und dann geht‘s zurück zu Borussia Düsseldorf, mit der am 27. Jänner das Viertelfinalhinspiel in der Champions League gegen Ochsenhausen auf dem Plan steht. Zwei Tage später wartet in der Bundesliga Nachzügler Grenzau – ein Pflichtsieg. „Das wird ein Hammerprogramm“, sagte Fegerl. „Das sind drei wichtige Spiele, wo verlieren verboten ist.“