Comeback für Simon. Mit einem Laufsieg kehrte Harry Simon in den Grand-Prix-Zirkus zurück. EM und Superliga am Wochenende.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 21. Februar 2018 (02:59)
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Vollgas: Harald Simon unterstrich einmal mehr, dass er ein harter Knochen ist.

Keine zwei Wochen, nachdem Harald Simon beim Einzel-WM-Auftakt in Astana unsanft aufs Eis geholt wurde, sich dabei das Knie aufschlitzte und die Team-WM auslassen musste, stand er bei der zweiten Einzel-WM-Station in Togliatti wieder auf dem Eis. Und sorgte dabei wieder einmal für offene Münder.

Noch vergangene Woche konnte er nur liegen, das Knie nicht abbiegen. Und doch ging der als harter Knochen bekannte Pfaffenschlager in der Lada-Stadt an den Start und fuhr in der Weltspitze der Eisspeedway-Piloten mit, anstatt auf dem Sofa zu liegen.

Am Samstag startete er gleich mit einem Laufsieg ins Rennen gegen den Russen Dinar Valeev und den späteren Finalisten Niclas Svensson (SWE). Danach kämpfte er verbissen, wurde mehrmals durch Rillen ausgehebelt und musste einmal ins Innenfeld ausweichen, um eine Kollision zu vermeiden, was zur Disqualifikation führte. Am Ende holte er starke fünf Punkte.

"Ich habe die Semifinal-Teilnahme verschenkt"

Nicht genug für den 50-Jährigen: „Es hätten mindestens drei Punkte mehr sein können. Ich habe die Semifinal-Teilnahme verschenkt.“

Diese blieb Simon auch am Sonntag verwehrt. Das am Vortag vom ruppigen Eis durchgebeutelte Knie schwoll über Nacht wieder an und beeinträchtigte ihn am Sonntag noch mehr. Am Ende holte er vier Zähler.

Am Wochenende macht die Einzel-WM Pause. Dafür steht das letzte Rennen zur Russischen Superliga und die Europameisterschaft in Vyatskiye Polyany an. Es sind die letzten Rennen der Saison in Russland. Im März übersiedelt der WM-Tross nach West-Europa. Dort steigen die Rennen in Berlin, Inzell und das Finale in Heerenveen.