Harry Simon darf doch ran. WADA erlaubte WM-Lauf in Togliatti in letzter Sekunde, Harry Simon bereits am Weg nach Russland. Rennen am Wochenende.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 10. Februar 2021 (03:36)
Der Pfaffenschlager Harald Simon darf in der heurigen Saison doch noch einmal ran. Das einzige WM-Rennen in Togliatti wurde auf dem letzten Drücker bestätigt.
LS-Photo

Fast unverhofft kommt Harald Simon in dieser Saison doch noch zu einem Renneinsatz. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gab nämlich wider Erwarten doch noch grünes Licht für das einzige Rennen zur Einzel-Weltmeisterschaft in Togliatti. Der Pfaffenschlager ist bereits auf dem Weg in die Lada-Stadt, will am kommenden Wochenende am Start stehen.

Damit das noch möglich wurde, musste alles ganz schnell gehen. Erst am 30. Jänner informierte der Weltmotorrad-Verband (FIM) die Fahrer über die Durchführung des Rennens, nach der Simon die Bestätigung hatte, um für ein Visum für die Einreise nach Russland ansuchen zu können. „Es ist alles fertig, in zwei Tagen könnte ich wegfahren“, sagte Simon vor zwei Wochen im NÖN-Gespräch. Gesagt, getan.

Doch warum plötzlich das Umschwenken? Vor zwei Wochen setzte der 54-Jährige nicht mehr viel darauf, in dieser Saison nochmal aufs Motorrad zu kommen. Durch den jüngsten Dopingskandal, in den russische Athleten verwickelt waren, untersagte der Sportgerichtshof CAS Weltmeisterschaften auf russischem Boden bis 2022.

Nach Formel 1 und Fußball bekam schließlich am 8. Februar auch Eisspeedway eine Ausnahme – dem vorangegangen sind landwierige Verhandlungen. „Die WADA ist der Ansicht, dass die Aufrechterhaltung der FIM-Weltmeisterschaft in Togliatti unter den gegebenen Umständen nicht im Widerspruch zur CAS-Entscheidung steht“, teilte die FIM am Montag mit.

Allerdings müssen einige Maßnahmen ergriffen werden: Die russische Flagge wird aus den visuellen Elementen wie Kulissen, Rennjacken, TV-Grafiken etc. entfernt. Auch darf die russische Nationalität der Fahrer nicht erwähnt und die russische Nationalhymne während der Veranstaltungen nicht gespielt werden. Die russischen Fahrer treten unter neutraler Flagge an.

Harry Simon kann‘s egal sein, kommt er nach der schwierigen Vorbereitung mit Eiskilometern nur in Neu-Nagelberg am Teich, spät doch in dieser Saison noch zu einigen Rennkilometern.