Harry Simon: Wieder in der Spitze. Auf seiner Lieblingsbahn fuhr Harry Simon in Inzell zweimal ins Halbfinale. Beim Finale in Heerenveen winkt WM-Platz 6!

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 21. März 2018 (03:00)
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Voller Fokus auf das Rennen. Harald Simon musste in der Inzeller Max-Aicher-Arena nur selten jemandem nachfahren, zeigte wieder, was in ihm steckt, fuhr zweimal ins Halbfinale und kämpft jetzt um die beste WM-Platzierung seit Jahren.

Die Hochform von Harald Simon hielt auch auf seiner Lieblingsbahn im bayrischen Inzell an. In der Max-Aicher-Arena raste der Pfaffenschlager am Wochenende, angefeuert von der in Inzell schon traditionell stark vertretenen Fanschar aus dem Waldviertel, an beiden Tagen ins Halbfinale.

An Spannung kaum mehr zu überbieten war das Rennen am Sonntag. Da ging es im letzten Vorlauf im direkten Duell zwischen Harry Simon und dem Schweden Jimmy Olsen um den Semifinal-Einzug. Ganze dreimal musste der Lauf neu gestartet werden, so eng ging es her.

Schließlich riss Olsen die Streckenbegrenzung auf die Bahn und wurde ebenfalls disqualifiziert. Simon war der letzte verbliebende Teilnehmer und erbte so die drei Punkte für den Laufsieg und den zweiten Einzug ins Halbfinale. Gegen Dmitry Khomitsevich, Dinar Valeev und Daniil Ivanov war dort dann allerdings nichts auszurichten. Simon wurde Achter.

In Holland geht‘s um besten Platz seit Jahren

Ganz stark präsentierte sich der ÖBB-Maschinenschlosser am Samstag, wo er als Sechster hinter dem auf Augenhöhe mit den Russen fahrenden Schweden Martin Haarahiltunen, der an beiden Tagen ins Finale kam, zweitbester Nichtrusse wurde. Im Halbfinale musste er sich zwar den Russen Ivanov und Khomitsevich geschlagen geben, war aber schneller als Franz Zorn und holte einen Punkt. In der Endabrechnung wurde Simon Sechster.

Der Sieger hieß in beiden Rennen wieder Dmitry Koltakov, der auch in Inzell alles in Grund und Boden fuhr und dem mit 33 Punkten Vorsprung auf Ivanov bei nur mehr 42 zu vergebenden Punkten auch der WM-Titel kaum mehr zu nehmen ist.

Das Finale steigt in zwei Wochen in Heerenveen. Die Tage bis dahin verbringt Simon wieder daheim in Pfaffenschlag. In den Niederlanden kann er, dann als frischgebackener 51-Jähriger (Geburtstag am 25. März), in der WM-Gesamtwertung sogar noch auf Platz sechs nach vorne kommen – das wäre die beste Platzierung seit Jahren.

Diesen Rang belegt momentan der Russe Dinar Valeev mit nur einem Punkt Vorsprung. Von hinten pirscht sich mit etwas Respektabstand Franky Zorn (59 Punkte) noch an Simon (65) heran.