Elite in Hoheneich. Tennis / Ulrike Rosenmayer an der Schwelle zu Österreichs Top 30. Jetzt bringt sie rot-weiß-rote Kapazunder ins Waldviertel.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 01. Januar 2014 (23:59)
Von Maximilian Köpf

Ganz Hoheneich spricht zurzeit Tennis. In der Tennishalle der Union Hoheneich stehen die Menschen fast Schlange bei Ulrike Rosenmayer, um sie über das 1. Hoheneich Open auszufragen. Kein Wunder, bringt sie ihrem Stammverein doch ein Herren-Turnier der Kategorie II.

Zwischen 2. und 5. Jänner wird sich ein Teil der heimischen Tennis-Elite in der 1.500-Seelen-Gemeinde matchen. Prominentester Vertreter ist Mario Haider-Maurer, Österreichs Nummer 11 und Bruder von Andreas. Er wird auf Platz eins gesetzt sein. Sieganwärter sind auch der Kärntner Markus Ahne (Nr. 25) oder Markus Sedletzky (Nr. 19). Der St. Pöltner erkämpfte heuer seinen ersten ATP-Punkt und ist seit eineinhalb Jahren mit Ulrike Rosenmayer liiert. Das gab der 22-Jährigen, die schon in jungen Jahren bei UTC Hoheneich und SV Gmünd Auszeichnung um Auszeichnung einheimste, einen besonderen Schub – in emotionaler und sportlicher Hinsicht.

Nach starken Leistungen erster Auftritt in WTA 

„Ich habe ständig einen Trainingspartner zur Verfügung“, sagt sie. „Das hilft immens.“ Zum Turniersieg hat‘s zwar noch nicht gereicht, durch starke Platzierungen war die Gmünderin aber sogar schon Österreichs Nummer 32. Auch WTA-Luft schnupperte sie erstmals im Griechenland-Urlaub.

Mit dem UTK Mautern versäumte sie in ihrer vierten Saison knapp den Bundesliga-Aufstieg („Nächstes Jahr klappt‘s!“) und mit Vilshofen, einem deutschen Landesligisten, schaffte sie das Ziel Klassenerhalt.

Einige Lokalmatadore fix dabei

Trotz Sport in Mautern, Beruf als Lehrerin in Gänserndorf und Lebensgefährten in St. Pölten, riss die Verbindung in die Heimat nie ab. Fast jedes Wochenende verbringt der Spross von Musiker Helmut und Gmünds Vizebürgermeisterin Helga sowie Schwester des langjährigen SC-Gmünd-Tormanns Peter Rosenmayer daheim in Gmünd.

Jetzt startet sie mit ihrem Freund eine Turnierserie in der Heimat. Bis zum Neujahrstag sollen etwa 40 Spieler zusammenkommen – 21 waren‘s am 30. Dezember. Mit den Hoheneichern Wolfgang Wenus, Tobias Eichmann und Christoph Gabler sind auch schon einige Lokalmatadore fix dabei.