Fegerl & Polcanova bestanden Feuertaufe. Stefan Fegerl und Sofia Polcanova holten gleich im ersten Mixed Antreten EM-Silber in Alicante.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 26. September 2018 (02:15)
privat
Gleich im ersten gemeinsamen Antreten holten Sofia Polcanova und Stefan Fegerl im Mixed-Bewerb in Alicante EM-Silber. Das soll der Nährboden für viele weitere Erfolge sein.

Nach zwei erfolglosen Europameisterschaften gab‘s bei der Einzel-EM in Alicante vergangene Woche für Österreich eine wahre Medaillenflut. Losgetreten haben diese am Freitagabend Stefan Fegerl und seine neue Mixed-Partnerin Sofia Polcanova mit der Silbermedaille.

„Wenn uns das vorher jemand gesagt hätte, hätten wir Silber sofort genommen“, sagt Fegerl, der sich und Polcanova trotz hohen Ansprüchen des Verbands eigentlich nicht zum Kreis der Medaillenkandidaten gezählt hatte. „So klar war es auch nicht, wir hatten zwischenzeitlich schon Probleme. Aber wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert, am Ende war die Goldchance wirklich da.“

Schon im Semifinale ließen Fegerl/Polcanova ihre Klasse aufblitzen, als sie die Deutschen Patrick Franziska und Petrissa Solja bei der 2:1-Satzführung trotz 5:8-Rückstand nicht mehr ins Spiel zurückkommen ließen, sondern den Satz noch drehten und damit ins Finale einzogen.

Im Einzel kam früh das Aus gegen Freitas

Dort ging‘s für die Österreicher im dramatischen Endspiel gegen ein weiteres deutsches Paar, Ruwen Filus und Han Ying. Zweimal schlugen Fegerl/Polcanova zurück, hielten auch den Entscheidungssatz lange Zeit offen. Am Ende zogen die deuschen Defensivkünstler aber davon, verwandelten den dritten Matchball.

„Wenn du die Chance auf Gold hast, bist du nach so einer knappen Niederlage natürlich erst enttäuscht“, räumt Fegerl ein. „Aber am Ende überwiegt die Freude über die Silbermedaille. Wir haben definitiv Silber gewonnen, nicht Gold verloren.“

Das neue Mixed-Doppel Sofia Polcanova/Stefan Fegerl, das mit Blick auf Olympia 2020, wo der Mixed-Bewerb erstmals dabei ist, gebildet wurde, hat seine Feuertaufe bestanden. „Wir passen vom Spielsystem her gut zusammen. Dass das gleich so schnell einschlägt, damit haben wir aber nicht gerechnet“, ist Fegerl überglücklich.

Glücklich ist der Unterlembacher auch mit seiner Performance im Einzel – auch wenn diese vergleichsweise früh, in Runde zwei gegen den Portugiesen Marcos Freitas, endete. „Marcos ist die Nummer drei in Europa, hat ein sehr starkes Turnier gespielt. Ich habe mich von Spiel zu Spiel gesteigert, gute Leistungen gezeigt“, so Fegerl. „In der Spitze ist alles so knapp, da entscheiden Kleinigkeiten, um eine Medaille holen zu können.“