Erstellt am 11. Januar 2017, 03:27

von Maximilian Köpf

Fegerl in Top-19 der Welt. Nach konstantem Vorjahr spuckte das Jänner-Weltrangliste Stefan Fegerl als 19. aus – ein Rekordwert! Fegerl: „Bestätigt meinen Weg!“ Jetzt will er auf die Top-15 losgehen.

Viele Jahre trainierte Stefan Fegerl in der Werner Schlager Academy. Seine Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro absolvierte er fast ausschließlich bei Werner Schlager. Nach der Schließung der WSA muss sich der Unterlembacher jetzt aller Wahrscheinlichkeit nach vom Schwechater Multiversum verabschieden.  |  privat

Während seine Kollegen von Borussia Düsseldorf am Sonntag im Spitzenspiel der Deutschen Bundesliga Ochsenhausen 3:2 besiegten, die Tabellenführung ausbauten und damit den Einzug ins Meister-Play-off sieben Runden vor Schluss so gut wie besiegelten, stand für Stefan Fegerl Regeneration auf dem Programm – für den nächsten großen Coup.

Am Sonntag geht in Ulm nämlich das Final-Four-Turnier im Deutschen Pokal über die Bühne. „Wir wollen unbedingt den Titel holen“, erzählte Fegerl der NÖN. „Darum haben wir vereinbart, dass ich in der Liga pausiere und mich voll auf den Pokal fokussiere.“

Gespielt wird dort zunächst das Halbfinale, wo es Fegerl & Co. mit Sensationsteam Hilpoltstein zu tun, dem Zweitligisten, der im Viertelfinale Werder Bremen aus dem Bewerb kickte. Direkt im Anschluss wird das Finale ausgetragen.

Nach Pokalfinale zu den Ungarn Open

Einen großen Erfolg brachte aber schon der 4. Jänner zutage. An diesem Tag wurde die aktuelle Weltrangliste veröffentlicht, in der Stefan Fegerl als 19. aufscheint – so weit oben war der Unterlembacher bisher noch nie! „Das bestätigt meinen Weg“, freute sich der 29-Jährige. „Ich war 2016 sehr konstant, bin immer zwischen 20 und 23 gependelt. Jetzt bin ich zum ersten Mal 19., das ist nicht selbstverständlich.“ Nächstes Ziel? „Schön langsam werde ich in Richtung Top-15 schielen. Das wird aber schon richtig schwer.“

Die starken Leistungen waren wohl auch ein Verdienst seiner Trainingsbedingungen. Auf diesem Sektor ist aber gerade einiges im Umbruch. Nachdem Werner Schlager sein internationales Trainingszentrum, die WSA, in Schwechat, wo Fegerl seit Jahren trainiert, zusperrt, ist nicht fix, ob überhaupt im Multiversum weiter trainiert werden kann. „Bis zum 15. Jänner ist es gesichert“, sagt Fegerl, zeigt sich bezüglich der Übernahmepläne des ÖTTV aber wenig optimistisch. Er sagt aber: „Wenn‘s in Schwechat vorbei ist, muss es zurück nach Stockerau gehen.“

Seit dem WSA-Aus war Fegerl noch nicht in Schwechat. Über die Feiertage urlaubte er mit seiner Li Qiangbing und Sohnemann Louis in Hongkong, danach absolvierte er ein Trainingslager in China und seit 5. Jänner trainiert er in Düsseldorf.

Nach dem Pokalfinale geht‘s auf die World Tour zu den Ungarn Open, bei denen Fegerl als Siebenter gesetzt ist.