1. UAK Waldviertel: Stemmen lieber virtuell. Mit einer „Virtuellen Gewichtheber-Challenge“ will der 1. UAK Waldviertel für Abwechslung im aktuell tristen Stemmer-Alltag sorgen. Gemessen wird sich mit Videobeweis.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 20. Mai 2020 (01:29)
Claus Sedlacek & Co. treten diesmal überVideo gegeneinander an.
M. Köpf

Die Läufer tun es, die Fußballer tun es (wenn auch über FIFA auf der PlayStation) – und jetzt auch die Gewichtheber. Der 1. UAK Waldviertel hat eine „Virtuelle Gewichtheber-Challenge“ ins Leben gerufen. Dabei werden sich am ersten Juni-Wochenende Stemmer – ganz coronakonform aus der Distanz – matchen.

Pate dafür stand der Laufsport. „Meine Gattin Doris hat schon einige Male an virtuellen Läufen teilgenommen, bei denen jeder für sich eine Strecke läuft und die Zeiten verglichen werden“, erklärt UAK-Obmann Johann Weißinger. „Sie hat mich gefragt, ob das nicht auch beim Gewichtheben ginge. Mir ist eigentlich kein Gegengrund eingefallen.“ Im Gegenteil: In der zwangshalber wettkampflosen Zeit könne so ein Kräftemessen für Abwechslung sorgen.

Der Ablauf ist einfach. Jeder Teilnehmer filmt sich beim Reißen und Stoßen und schickt das Video an den UAK. Der gibt das Video weiter an den Verband, der die Auswertung vornimmt. „Der Verbandspräsident Gerhard Peya war von der Idee begeistert, gleich Feuer und Flamme“, sagt Weißinger. „Damit ist der Wettkampf auch offiziell.“

Internationale Starter und Sarah Fischer dabei

Und der Zuspruch ist groß. Neben den UAK-Stemmern und deren Freunden hat sich auch die Kremserin Sarah Fischer bereits angemeldet. Dazu kommen Teilnehmer aus Deutschland und sogar Bulgarien, berichtet Weißinger. Für jeden Teilnehmer gibt‘s eine Urkunde, dazu auch eine Überraschung für teilnehmende Vereine.

Die werden sich auch über die willkommene Auffrischung des Vereinslebens führen. Der Trainingsbetrieb steht ja auch bei den Gewichthebern seit Wochen still. Die Sportarena in Schrems, in der nicht nur Wettkampfraum, sondern auch Trainingsraum samt aller Utensilien untergebracht ist, ist gesperrt. Nicht einmal Einzeltraining ist erlaubt. „Das versteh einmal einer“, moniert Weißinger. „Aber gut, es hilft nix, wir müssen es eh akzeptieren.“

Mit 29. Mai gehen die Trainingsbeschränkungen zu Ende. Gerade rechtzeitig, um vor dem virtuellen Kampf (freilich unter Sicherheitsmaßnahmen) noch einige echte Gewichte stemmen zu können.

Infos & Anmeldung: www.1uak-waldviertel.at