Schweizer Marco Iten triumphiert bei Haugschlag Open. Wie schon im Vorjahr ging der Sieg bei den Haugschlag NÖ Open in die Schweiz.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 01. Mai 2021 (15:04)

Nach Jeremy Freiburghausen war heuer bei der zwölften Auflage Marco Iten nicht zu schlagen. Er siegte vor dem Österreicher Niklas Regner und seinem Landsmann Luca Galliano. Altmeister Markus Brier wurde Fünfter.

Spitze setzte sich von Beginn an etwas ab

Bei idealen Wetterbedingungen waren nach dem Cut am Donnerstag auf der freitägigen Finalrunde noch 54 Spieler mit dabei, darunter auch acht Österreicher angeführt vom 52-jährigen Markus Brier, der sich als Gesamtdritter noch Siegchancen ausrechnen konnte. Auch Niklas Regner, Florian Schweighofer, Maximilian Lechner, Luca Denk und Lars Namu Sarmini sowie die niederösterreichischen Pros Tobias Möser und Sebastian Wittmann lagen gut im Rennen.

An vorderster Front entwickelte sich ein dramatischer Kampf. Nach den ersten Löchern hatten die Schweizer Luca Galliano und Marco Iten, der NIederländer Max Albertus , der Deutsche Finn Fleer und der Franzose Dimitri Darnauder mit acht unter Par das restliche Feld distanziert. Dahinter war es sehr ausgeglichen: fünf Spieler hatten einen Schlag mehr (darunter Brier), zwei Spieler zwei Schläge mehr und sechs Teilnehmer lagen bei fünf unter Par (darunter Regner).

Niklas Regner hielt die Österreich-Fahnen hoch

Im Lauf des Tages setzten sich Galliano und Iten dann alleine an die Spitze, gefolgt von Brier und dem Steirer Regner, die stets im Spitzenfeld vertreten waren. Vor allem für Regner verlief der letzte Turniertag besonders gut. Denn während sich Marco Iten mit insgesamt sieben Birdies und drei Bogeys auf zwölf unter Par runterschraubte und sich den Turniersieg holte, teilte sich der 22-jährige Noch-Amateur Niklas Regner aus Liezen  den zweiten Platz mit Luca Galliano - beide kamen auf elf unter Par.

"Heute ist mir alles aufgegangen", freute sich Regner. "Ich war aber schon die ganzen drei Tage mit meinem langen Spiel sehr zufrieden. Mein Spiel war in letzter Zeit immer sehr positiv. Ich plane, hoffentlich im Sommer den Umstieg zum Pro vorzunehmen."

"Österreich ein gutes Pflaster für uns Schweizer"

Überglücklich war naturgemäß auch Sieger Marco Iten, der seinen Landsmann  Jeremy Freiburghausen als Haugschlag-Sieger beerbte: "Für uns Schweizer ist Österreich ein gutes Pflaster. Ich habe heuer schon beim Auftakt in Ägypten sehr gut gespielt, konnte diese Form nach Österreich mitbringen. Heute ist mir alles aufgegangen. Der erste Tag war auch schon gut, aber da sind zu wenige Birdies gefallen. Das war heute wesentlich besser."

Mit dem geteilten fünften Platz bei neun unter Par war auch Markus Brier zufrieden. "Ingesamt war ich mit diesem Ergebnis im Hinblick auf die Vorbereitungen für die Senior Tour in den USA Ende Mai durchaus happy. Mein langes Spiel hat gut geklappt, ich habe wenige Fehler gemacht und war bis auf ein paar Kleinigkeiten immer an der Spitze dran", resümiert der Wiener.

"Für uns ist es immer wieder eine Freude, wenn die heimischen Jungstarts zu uns kommen und sich mit der internationalen Klasse messen", bilanzierte auch Hans Geist, Geschäftsführer des Golfresort Haugschlag, positiv. "Heuer hatten wir das Glück, dass Markus Brier für seine Senior-Tour-Vorbereitung bei uns spielen wollte. 'Maudi' ist für alle heimischen Jugendlichen ein echtes Vorbild."2