"Das war noch nie da". 250 Enduro-Freaks gaben sich dem sechsstündigen Gatsch-Marathon durch den Gebhartser Steinbruch. Waldviertler mit Top-Ergebnissen.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 28. Oktober 2014 (09:22)
Zwischen Granitblöcken und Baumaschinen fand sich das Team Thomas Weißenböck (HET Nebelstein, Bild) und Rene Kruiß (MSC Altmanns) gut zurecht. Sie drehte 18 Runden und wurden 36. der Hobby-Teams.
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So etwas hatte die Granit-Arena Kammerer in Gebharts noch nicht gesehen: 250 Enduristen drängten sich beim Herbst-Granitbeißer am Nationalfeiertag am Start des 6-Stunden-Klassikers im Steinbruch – absoluter Teilnehmer-Rekord. „Weltklasse“, jubilierte Mario Anibas vom Veranstalter-Team. „Das war noch nie da.“

Im Gegensatz zum Sommer-Granitbeißer, der wegen extremer Staub-Entwicklung eine Stunde früher beendet werden musste, ging‘s diesmal wieder über die volle Distanz. „Bei idealem Endurowetter“, fügte Anibas bei. „Kühl, keine Sonne und vor allem kein Staub.“

Dafür gab‘s Gatsch, Wasser, eine komplett neue Streckenführung und damit einen der selektivsten Granitbeißer, der Fahrer und Maschinen alles abverlangte. Ein Kennzeichen dafür: Die Lärmkulisse hielt sich in Grenzen. Anibas: „Wenn die Strecke schwer ist, fahren die Fahrer langsamer. Damit wird‘s leiser.“

Den Waldviertler lag die knifflige Runde von mittlerweile zehn bis zwölf Kilometern durch den Steinbruch. Unter nur sechs Profis wurde Walter Sprinzl (MSC Schrems, 19 Runden) den vierten Platz – überlegener Sieger war Matthias Wibmer (24). Bei den Profi-Teams waren Rene Allram (EC Granitbeißer) und Thomas Poiss (MSV Kölla) als 7. beste Lokalmatadore (23). Auch das MSC-Schrems-Duo Dominik Dejmek und Georg Schildorfer schaffte es über die volle Distanz (21 Runde, Platz 16).

In der Hobbyklasse sorgte HET-Nebelstein-Pilot Michael Müller mit seinem sechsten Platz für eine Überraschung. „Yeah! Danke an alle! Sehr anstrengend aber geil!“, ließ er seinen Emotionen auf Facebook freien Lauf. 18 Runden drehte er mit seiner KTM. Ebenfalls in die Top-Ten schaffte es Markus Kogelmann (MSC Schrems, 16). Schnellstes Waldviertler Hobby-Team wurde das MSC-Altmanns-Duo Klaus Mader/Christian Hurt mit 20 Runden und Rang 12.

Und den letzten Puzzlestein zur positiven Bilanz bildet die Verletztenstatistik – nämlich null. „Stürze hat‘s gegeben, klar. Die sind aber alle glimpflich verlaufen“, so Anibas. Einmal musste der Rettungswagen ausrücken, brachte den Fahrer aber bald wieder zurück. Er hatte sich nur Prellungen zugezogen.