Nächster Ausrutscher der Gmünder Basktballer. Starke Leistung, aber zu wenig Körbe – Gmünder verschenken den Sieg in Bruck/Leitha.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 05. Februar 2020 (00:53)
Bernhard Staud war im ersten Viertel kaum zu halten, konnte an diese Leistung wie seine Kollegen aber nicht anknüpfen.
Köpf

„Wir waren die bessere Mannschaft, aber wir haben einfach nicht getroffen“, seufzte UBBC-Gmünd-Manager Franz Chwatal nach der ersten Play-off-Niederlage. Gegen die Foxes Bruck fehlte einerseits noch einmal Christoph Staud, andererseits ließ diesmal aber Michael Traxler als Scorer aus, sodass Radek Vartecky praktisch auf sich alleine gestellt war. „Das Spiel war jederzeit zu gewinnen. Aber wenn dir ein zweiter Scorer fehlt, wird‘s halt schwer“, so Chwatal.

Der UBBC, dem auch Uli Fraberger, Jan Vokaty, Valentin Binder und Florian Gaugusch fehlten, startete mit hohem Tempo und Engagement. Die Defense stand gut und über schnelles Fast-Break-Spiel war man in der sechsten Minute schon 12:4 in Führung – acht Punkte gingen auf das Konto von Bernhard Staud. Danach riss aber der Faden in der Offensive. Bruck gewann das erste Viertel sogar noch.

Ähnlich im zweiten Viertel, in dem freie Würfe lange nicht verwertet wurden. Mit 34:40 blieb man dank Umstellung auf Set-Offense aber auch Tuchfühlung und ging nach dem Seitenwechsel in die stärkste Phase, die Vartecky mit drei Dreiern einläutete und damit Gmünd sogar in Führung brachte.

Aber auch bei Bruck fand Top-Spieler Ferreira, der bis dahin farblos geblieben war, in seinen Rhythmus – auch weil Sebastian Senk und Alexander Macho bereits Foulprobleme hatten. So holten sich die Heimischen die Führung bald zurück und verteidigten diese im Schlussabschnitt, als die Grenzstädter noch einmal alle verbliebenen Kräfte zu mobilisieren versuchten.

„Bei Heimsieg sind wir weiter auf Kurs“

„Am Ende hat einfach die Abgebrühtheit und auch ein bisschen das Glück gefehlt“, resümierte Playing-Coach Michael Traxler. „Von der Intensität und vom Engagement her war das sicher eine der besten Saisonleistungen.“

Auch Chwatal kann letztlich damit leben. „Die Welt wird nicht untergehen. Wenn wir Bruck daheim schlagen, sind wir wieder auf Kurs.“ Das Rückspiel steigt am 14. März.

Davor geht‘s nach der Semesterpause am 15. Februar in Traiskirchen weiter. „Dieses Mal beginnt das Spiel bei 0:0“, spielt Chwatal auf die bittere Cup-Niederlage von vor ein paar Wochen an.