Premiere bei Finale: Holzmann gewann ersten Cuplauf. Sophia Holzmann gewann in Litschau ihren ersten Cuplauf. Martin Hofbauer dominierte bei den Herren.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 25. September 2019 (01:20)

Von seiner schönsten Seite zeigte sich am Samstag der Herrensee in Litschau. Bei traumhaftem Herbstwetter und idealen Laufbedingungen kam mit mehr als 200 Startern ein Rekordteilnehmerfeld zum Waldviertel-Cup-Finale, über das sich Organisator Paul Wagesreither schon vor dem Start freute.

An dessen Spitze setzten sich gleich die Cup-Dominatoren Gesamtsieger Philipp Gintenstorfer, Martin Hofbauer, Stefan Apfelthaler und Thomas Reischer, mit Hofbauer ganz vorne. Der gab diesen Platz auch nicht mehr her, finishte die zwei Runden in 30:29min, mit 48sek Vorsprung auf Gintenstorfer, der sich, anfänglich Vierter, noch auf der ersten Runde auf Rang zwei vorarbeitete. Dritter wurde Apfelthaler, der damit den Abstand in der Gesamtwertung auf den dort zweitplatzierten Reischer (Vierter in Litschau) verkleinerte, aber knapp nicht mehr vorbeikam.

Sophia Holzmann mit Gänsehaut ins Ziel

Klar war die Entscheidung auch bei den Frauen. Überraschend. Denn in Abwesenheit ihrer erkrankten Schwester Anna lief Sophia Holzmann zu ihrem allerersten Sieg im Waldviertel-Cup.

Vom Start weg musste sie sich hinter Nicoletta Leidenfrost, deren Cupsieg durch das Fehlen Anna Holzmanns fix war, anstellen. „Ich habe mich ermahnt, es nicht zu schnell anzugehen, weil ich vor mir Nicoletta gesehen habe, und glaubte, dass sie eine Nummer zu groß für mich ist“, sagte Sophia Holzmann, die sich aber gut fühlte, näher kam und gegen Ende der ersten Runde sogar die Führung übernahm. „Mir stieg die Gänsehaut auf, als ich die erste Runde als schnellste Dame durchlief.“ Dieses Gefühl wollte sie behalten, biss auf der für sie harten Schlussrunde durch. „Die letzten 1,5 Kilometer waren völlig am Limit“, schildert sie. Nach 38:20min kam sie ins Ziel – als Erste. „Ich konnte es kaum fassen!“ Der am Ende drittplatzierten Leidenfrost, die auch noch Anna Reinthaler den Vortritt lassen musste, hatte sie am Ende mehr als eineinhalb Minuten aufgebrummt.

Damit holte sich die Premierensiegerin auch den zweiten Rang in der Cup-Gesamtwertung, da ihre Schwester mit nur fünf Laufteilnahmen aus der Wertung rutschte.