Josef Laier zurück ganz oben. Zum ersten Mal seit 2012 ist Josef Laier wieder Timbersports-Staatsmeister. Er schlug seinen Teamkollegen Armin Kugler nach Fehler. Kugler musste auch EM-Titel auslassen.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 14. August 2019 (02:39)
Stihl Timbersports
Stark an der Motorsäge. Josef Laier holte sich in Neuhaus seinen dritten Staatsmeister-Titel.

Armin Kugler und Josef Laier, die stärksten Holzknechte des Bezirks, drückten dem vergangenen Wochenende ihren Stempel auf. Den EM-Titel außer Reichweite lieferte Armin Kugler am Sonntag ein heißes Eurojack-Finale. Tags davor wurde er in der Staatsmeisterschaft nur von Josef Laier überflügelt.

Überraschung bei Staatsmeisterschaft. Damit krallte sich der Oberlembacher nach sechs Kugler-Titeln in Folge zum dritten Mal nach 2012 den Staatsmeistertitel. „Ein schönes Gefühl wieder einmal ganz oben zu stehen“, sagte Laier. „Wissentlich aber auch, dass Armin gewonnen hätte, wenn er an der Hot Saw nicht den Auslasser gehabt hätte. Damit ist leider sein Platz bei der Einzel-WM dahin. Er hätte dort eine Chance gehabt, ich nicht.“

Kugler gratulierte seinem Freund und Vereinskameraden: „Es war ein starker Wettkampf von ihm. Bei mir ist zu wenig zusammengelaufen.“ Den Unterschied machte nach vielen Bewerbssiegen Kuglers die Hot Saw. „Ich bin schief gekommen, hab über die Linie geschnitten“, so Kugler. Disqualifikation.

Laier hingegen war an der Hot Saw der beste und überflügelte damit Kugler. „Sonst war es ein konstanter Wettbewerb auf meinem Leistungsniveau“, bilanziert er. „Nicht ganz vorne. Aber auch nicht ganz hinten.“

Top bei Eurojack. Mit kurzem Zwischenstopp für ein paar Stunden Schlaf in Nürnberg fuhren die beiden nach der ÖM nach Frankreich, wo in Grendelbruch das Eurojack-Finale anstand.

Dass es heuer nicht für Kuglers sechsten EM-Titel reichen würde, war längst klar, da der Rekord-Europameister zwei der fünf Bewerbe aus Termingründen auslassen musste. „An den Gedanken konnte ich mich schon länger gewöhnen“, sagt er. „Beim letzten Bewerb wollte ich nochmal alles rausholen.“

Er lieferte sich mit Christophe Geissler ein enges Match. Dann endlich Kuglers Paradedisziplin: Springboard. „Es lief perfekt, ich habe ihm eine Minute abgenommen“, so Kugler. Allerdings knackte bei aufkommendem Regen kein anderer Holzknecht mehr Geisslers Zeit. Der Schweizer verlor damit nur einen Punkt und holte sich den Titel mit dem Tagessieg. Kugler wurde Zweiter (Gesamtsiebenter) „Der Wettkampf war nicht schlecht“, bilanziert Kugler dennoch positiv. Eigentlich blickt er aber schon nach vorne.

Hoffnung für Team-WM. Da steht am 22. September die European Trophy an, wo die besten Holzsportler Europas um ein Ticket für die Champions Trophy 2020 kämpfen. Dort war Kugler heuer schon in Stockholm dabei. „Das will ich auch nächstes Jahr wieder“, sagt er, „auch bei der European Trophy stark aufzeigen.“

Und dann wäre da im November noch die Team-WM in Prag – gemeinsam mit Josef Laier. Der war in Grendelbruch nach der ÖM doch geschlauchter als gedacht, holte Rang neun.