Johanna (14) schaffte Sprung ins Nationalteam. Johanna Fritz (14) aus Kleineibenstein wurde ins Jugend-Nationalteam einberufen. Erstes Highlight für die SPU-Zwettl-Spielerin ist die Qualifikation für die U16-EM.

Von Fabian Thaler. Erstellt am 18. November 2020 (02:35)
Johanna Fritz ist eine von zwei Aufspielerinnen im U16-Nationalteam.
privat

Toller Erfolg für Johanna Fritz! Nach dem die 14-jährige Kleineibensteinerin bereits vor einigen Wochen wie berichtet die Mitteilung erhielt, sich auf Abruf für das U16-Nationalteam bereitzuhalten, ist sie seit voriger Woche fixer Teil des Jugendnationalteams. Damit hat das Volleyball-Talent nach RAZ Waldviertel und Sportleistungszentrum St. Pölten nun den nächsten Sprung geschafft.

Erste Schritte im Gym

Begonnen hat der Weg für die junge Sportlerin in der Volleyball-Schülerliga im Gymnasium Gmünd. Durch Empfehlung ihrer Cousine nahm die damals Zwölfjährige dann an einem Probetraining bei der SPU Zwettl teil und ist daraufhin dem Verein beigetreten. Kurze Zeit später wurde von der URW Waldviertel und der SPU Zwettl das RAZ-Projekt gestartet, welches Nachwuchsvolleyballern ein intensiveres und professionelleres Training bietet. Der Start eines blitzartigen Aufstiegs für Johanna Fritz.

Angespornt durch das Training folgte schlussendlich der Wechsel an das BORG St. Pölten, welches eine Schwerpunktklasse für junge Volleyballtalente anbietet. „Es war der richtige Schritt für mich persönlich, nach St. Pölten zu gehen, da es für mich das Trainieren leichter machte und meine Eltern jetzt weniger fahren müssen. Außerdem tut der Abstand von Zuhause ab und zu ganz gut“, resümiert Johanna im Nachhinein.

Tennis blieb auf der Strecke

Aufgeben musste sie dafür allerdings ihre ebenfalls sehr vielversprechend gestartete Karriere als Tennisspielerin des 1. SVg Gmünd , in der sie vor kurzem ebenfalls noch sehr erfolgreich war – besonders im Doppel mit Johanna Hutter.

Für sie sei es dennoch die richtige Entscheidung gewesen, meint Johanna Fritz: „Mir gefällt Volleyball besser, da du als Team auf dem Platz stehst und nicht alleine wie beim Tennis.“

Training weiter möglich

Trotz der Corona-Pandemie, die den Sport weitgehend zum Stillstand gebracht hat, geht für die junge Nachwuchshoffnung das Training weiter. Die Schwerpunktklasse in St. Pölten zählt nämlich zum Sektor Leistungssport – auch der verschärfte Lockdown seit Dienstag hatte daher keine Auswirkungen auf das Training. „Wir müssen regelmäßig Coronatests machen“, schildert sie.

Vormittags Balltraining und nachmittags Kraftkammer bzw. erneutes Balltraining stehen auf dem Programm. Einzig das Training mit den Zwettler Landesliga-Damen ist derzeit nicht möglich. Ein ziemlich kräfteraubender Trainingsalltag, jedoch hatte die junge Kleineibensteinerin bisher kaum mit Schwierigkeiten zu kämpfen. „Nur der Umstieg zu den Damen hat mir etwas Probleme bereitet, weil dort die Spielqualität doch deutlich höher wurde“, erzählt sie.

Mit ihrer Position aus Aufspielerin kommt Johanna auch immer besser zurechtn. „Anfangs wollte ich eigentlich Angreiferin werden, aber als ich merkte, dass Aufspielerin die wichtigste Position mit den meisten Ballkontakten ist, fing es mir an, zu gefallen. Mittlerweile kann ich mir keine andere Position mehr Vorstellen“, schmunzelt sie.

Ins Nationalteam

Jetzt wird sie eine von zwei Aufspielerinnen im U16-Nationalteam sein. Nach dem Sichtungstraining im September war Johanna erst auf Abruf, ehe vorige Woche die Einberufung in das Jugendnationalteam folgte. Trainings dafür sind auch weiterhin erlaubt. Im November ist ein Trainingslehrgang geplant. Im Jänner soll die U16-EM-Qualifikation starten.

Was die 14-Jährige sonst noch vorhat? „Ich will es ins Damen-Nationalteam schaffen!“