RAN lockt schon zum dritten Mal. Rennen mit Start & Ziel in Weitra ohne Zuschauer, dafür wieder mit Vorjahressieger Christoph Strasser.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 05. Mai 2021 (02:51)
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Der arenaartig aufgebaute Rathausplatz in Weitra, der seit drei Jahren die ideale Start- und Zielkulisse für das Race Around Niederösterreich bildet, wird schon zum zweiten Mal in Folge ohne Zuschauer auskommen müssen, wenn sich am Freitagabend knapp 180 Radsportler von der Braustadt aus in das 600km lange Nonstop-Rennen rund um das größte Bundesland Österreichs werfen.

Strenge Auflagen, aber Livestream. Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass das RAN neuerlich unter strengen Auflagen stattfinden muss. Während für Athleten, Betreuer, Organisationsteam und alle anderen Helfer Test- und Maskenpflicht besteht, sind Zuschauer wie schon 2020, als das Rennen nach Verschiebung erst im Herbst stattfinden konnte, wieder nicht erlaubt. „Auch die Starts sind auf über fünfeinhalb Stunden entzerrt. Der Schutz aller Beteiligten steht im Vordergrund“, betont Renndirektor Georg Franschitz. Um Radsport-Fans trotzdem ein Stück Rennflair vermitteln zu können, wird das Rennen wie schon im Vorjahr in Kooperation mit Sportland NÖ komplett im Livestream übertragen.

Strasser wieder Top-Favorit. Zu sehen wird es dabei einiges geben. Das hochkarätige Rekordstarterfeld wird abermals der sechsfache Race-Across-America-Sieger und Vorjahrestriumphator Christoph Strasser anführen. Der aktuell beste „Weit-radlfahrer“ der Welt schraubte im Vorjahr den Streckenrekord auf 17:30 Stunden herunter, schnappte sich dabei den österreichischen Meistertitel. Heuer ist das RAN, das als erstes heimisches Ultrarad-Rennen zum Weltcup zählt, das erste Highlight der Saison für den Steirer, der Mitte September die Schallmauer von 1.000 km in 24 Stunden brechen möchte.

Knapp 180 Athleten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz werden erwartet. Neben dem amtierenden 24h-Zeitfahr-Weltmeister, Dominik Meierhofer, dem Vorjahres-Zweiten des RAN, Philipp Kaider und dem mehrfachen Race Around Austria Sieger Eduard Fuchs werden unter anderem auch Robert Müller (GER) und Simon Ruff (SUI) um vordere Plätze kämpfen. Bei den Damen wird Elena Roch die Titelverteidigung anstreben und in einem Zweier-Team wird sich unter anderem Markus Brandl auf seine Solo-Teilnahme beim diesjährigen RAAM vorbereiten.

Viele Waldviertler dabei. Auch einige Waldviertler werden in Weitra an den Start gehen, darunter die LT-Gmünder Richard Simsalik und Werner Zwölfer als Solostarter, wo auch Martin Leitner vom RC Gutenbrunn und der Sigmundsherberger Johannes Weixelbraun antreten. Bei den Zweierteams sind unter anderem die Sportrebellen aus St. Martin um Walter Wegschaider, der diesmal wieder selbst in die Pedale tritt, anstatt für Xandi Meixner im Betreuerteam mitzufahren, und Beatrix Zechmeister. Mit dabei auch die Litschauer Georg Hauer und David Ringhofer sowie zwei Xundheitswelt-Teams. Zum bereits dritten Mal am Start wird das Dreierteam des Chili Gyms sein.

Durch 15 Bezirke. Insgesamt werden 15 niederösterreichische Bezirke durchfahren. Freitag abends und nachts bewegt sich das auf fast acht Stunden gestreckte Teilnehmerfeld von Weitra aus über Gmünd, Alt-Nagelberg, Gopprechts, Eisgarn und Eggern nach Kautzen und über die Thayatalbundesstraße nach Raabs durch das nördliche Waldviertel und das Weinviertel. Samstag früh werden die ersten Teilnehmer um ca. 5:30 Uhr am Semmering erwartet, von dort geht es dann weiter durchs südwestliche Niederösterreich zur zweiten Donauquerung nach Ybbs, bevor am Nachmittag schließlich die Zieleinläufe in Weitra stattfinden werden.