Startschuss für das Race Around Niederösterreich. Am Freitag fällt in Weitra der Startschuss zum ersten Race Around Niederösterreich, das 600km nonstop entlang der Grenzen zurück nach Weitra führt – alle Fakten im Überblick.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 01. Mai 2019 (00:07)
RAN
Das Stadttor verabschiedet und begrüßt die Radler in Weitra.

Vor vielen Monaten hatten der St. Martiner Christian Troll und Georg Franschitz eine Vision – mit dem Rad in einem Zug Niederösterreich zu umrunden. Am Freitag wird sie mit dem Start ins Race Around Niederösterreich (RAN) Realität. Das größte Bundesland hat nun sein eigenes Ultra-Radrennen. Und mittendrin ist die Braustadt Weitra als Start- und Zielpunkt.

Start & Ziel

Der Stadtplatz verwandelt sich dafür in eine Arena. Um 15 Uhr startet das Programm, um 15.30 Uhr ziehen die Sportler ein, ehe um 16 Uhr der erste Block startet (Einzelstarts im Zwei-Minuten-Takt). Um 19 Uhr gibt‘s eine Trachten-Modeschau. Die Topfahrer treten ab 20 Uhr in die Pedale. Schließlich folgt um 22 Uhr der letzte Startblock mit den Teams.

Am Samstag ist ab 13 Uhr was los, ab 14 Uhr werden die ersten Zielankünfte erwartet. „Jeder Fahrer hat einen GPS-Tracker mit. Wir können laufend hochrechnen, wie es im Rennen steht“, sagt Organisator Troll. Um 15 Uhr findet die Preisverleihung zum Malwettbewerb der Volksschule Weitra statt. Um 22 Uhr steigt die Siegerehrung.

Die Strecke

Von Weitra geht es in Richtung Norden, über Gmünd, Alt-Nagelberg und Gopprechts nach Eisgarn und von dort auf die Thayatal-Bundesstraße B 30 aus dem Waldviertel raus. Über Retz und Laa ins Marchfeld, danach über die Donau und entlang des Leithagebirges zum Semmering. Jetzt wird es bergig. Höchster Punkt ist bei Wastl am Wald (1.100m). Dann geht‘s über Scheibbs und Wieselburg zur Donau, bei Bärnkopf wieder ins Waldviertel und über Groß Gerungs nach Weitra. 600 Kilometer und 6.000 Höhenmeter werden zurückgelegt. Solostarter haben maximal 30 Stunden, Teams 24 Stunden Zeit dafür.

Favoriten & Lokalmatadore

Auf 90 Teilnehmer ist das Feld angewachsen, es gibt über 60 Starts. Die Favoriten auf den Premierensieg sind Eduard Fuchs (dreifacher Race Around Austria-Sieger, Race Around Ireland-Sieger) und Dominik Schickmaier (österreichischer Ultracycling-Meister im Zweierteam). Troll: „Zwei echte Kanonen.“ Prominentester heimischer Name ist Alexandra Meixner, die sich nach dem Race Across Australia wieder in den Sattel schwingt. Auch am Start sind ein ChiliGym-Team (mit Mario Holzreiter als einzigem Para-Fahrer) oder das Schrenk Sport Team aus Vitis.

Verkehr & Sperren

Durch das Rennen kommt es zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Weitraer Stadtplatz ist am Freitag ab 15 Uhr bis ca. 22.30 Uhr gesperrt und am Samstag ist ab 13 Uhr mit Beeinträchtigungen zu rechnen. „Es ist nicht permanent gesperrt, weil die Fahrer ja nicht gleichzeitig ins Ziel kommen“, erklärt Troll, der auch auf das erhöhte Verkehrsaufkommen zwischen Weitra und Gopprechts nach den Starts hinweist. „Am An-fang ist das Feld nicht so zerstreut, da kommen laufend Radfahrer und Begleitfahrzeuge.“