Startschuss für das RAN im Waldviertel. Bester Ultraradler Österreichs werden ab Freitag beim Race Around NÖ in Weitra gekürt.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 16. September 2020 (02:18)
Positiv gestimmt. Herbert Lackner bei der letzten Streckenbesichtigung vor dem Weitraer Stadttor.
privat

Lange mussten die Teilnehmer des Race Around Niederösterreichs (RAN) auf ihren Start bei der zweiten Auflage warten. Nach der corona-bedingten Verschiebung von Mai auf September wird nun aber ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld am 18./19. September von Weitra aus um Niederösterreich radeln.

Dabei geht es nicht nur um den Gesamtsieg, sondern auch um die österreichischen Meistertitel auf der Ultradistanz. Auch wenn es für die Zuseher am Veranstaltungsgelände am Stadtplatz in Weitra dem Virus geschuldet keine Bereiche geben wird, so gibt’s immerhin die Möglichkeit, das Rennen per Livestream im Internet zu verfolgen.

600km mit 6.000hm sind wieder für Solostarter, 2er- und 3er-Teams mit dem Rad zu bezwingen. Über 100 Athleten werden am mittelalterlichen Stadtplatz der Kuenringerstadt erwartet – darunter auch der sechsfache Race Across America-Sieger Christoph Strasser. Zudem sind mit den beiden Lokalmatadoren Jürgen Hahn und Georg Prinz sowie Leo Berger und Richard Kuchar vier Top 10-Finisher des Vorjahres am Start.

„Wir wollen ihnen einfach eine tolle Bühne bieten" 

Das Rennen eröffnen wird um 16 Uhr übrigens ausnahmsweise das Dreierteam „Craetegutt-Seniors“ um den Bärnkopfer Herbert Lackner. „Wir wollen ihnen einfach eine tolle Bühne bieten – und nicht zuletzt auch die Möglichkeit, die Rennzeit so gut wie möglich auszunutzen“, erklärt RAN-Mitorganisator Christian Troll.

Die Craetegutt-Seniors sind mit Abstand das älteste Team – und das obwohl sich Lackner & Co. noch vor wenigen Tagen verjüngen mussten. Team-Oldie Toni Gierer (84) musste nämlich aus privaten Gründen absagen. . Als Ersatz kam dafür der 74-jährige Pepi Bichl aus Ottnang ins Boot. „Dadurch sinkt unser Altersschnitt auf nunmehr 78 Jahre. Trotzdem gehören wir der Großvatergeneration an und können nicht um den Sieg mitfahren“, sagt Herbert Lackner. „Unser Ziel ist es das Rennen zu finishen und das in einer guten Zeit. Vor allem wollen wir eines erreichen, dass wir Vorbildwirkung für alle Senioren erzielen. Wir wollen zeigen, dass man auch in fortgeschrittenem Alter noch Ziele und Visionen haben kann und dass man in der Lage ist diese auch umzusetzen.“

Die zwei anderen Teammitglieder sind Norbert Hager aus Hintersdorf (79) und Herbert Lackner aus Bärnkopf (80).

Nach den Craetegutt-Seniors gehen in Wellen die Einzelfahrer, dann die Teams ins Rennen.