Baseball: Mit Ami-Power nach oben. Mit dem ersten US-Coach seit zehn Jahren wollen die Schremser Beers in der umgemodelten Regionalliga reüssieren. Red Devils rechnen mit schwieriger Saison.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 05. April 2018 (02:55)
Die Schremser Beers starten erstmals seit 2008 wieder mit einem US-Coach in die Saison. Ryan Saunders erweiterte das Trainerteam um Hannes Filler (Bild).
Maximilian Köpf

Regionalliga Ost

Alles neu macht der Mai, heißt es in einem Sprichwort. Auf die Schremser Beers umgelegt, müsste aber eigentlich schon der April alles neu machen. Denn der Schremser Baseballclub startet mit einer Reihe von Neuerungen in die Saison.

Die gravierendste Änderung gibt es im Kader. Dort wird es erstmals seit 2008 (damals ging mit Cory Burton der dritte US-Coach der Beers) wieder einen Importspieler aus den USA geben. Sein Name ist Ryan Saunders, er ist 24 Jahre alt und stammt aus Basking Ridge (New Jersey). Nach dem College machte er sich auf, um die Welt zu erkunden. Nach einem halben Jahr in Australien schlägt er jetzt seine Zelte im Waldviertel auf. „Er wird uns in vielen Bereichen unterstützen, als Spieler, im Trainerteam und im Nachwuchsbereich“, erzählt Beers-Vorstand Wolfgang Styll. „Außerdem wollen wir ihn auch in unsere Schulkooperation miteinbinden.“ Probetrainings in Gmünd, Schrems, Weitra und Heidenreichstein sind schon geplant, im Juni wird zum dritten Mal der School Cup ausgetragen.

Am Mittwoch setzt der Flieger in Schwechat auf, am Donnerstag wird „Boomer“, wie Saunders genannt wird, erstmals zur Mannschaft stoßen. Gerade pünktlich zur Arbeitsoffensive am Beers Field in Eugenia.

Nicht nur sportlich bringt sich die Mannschaft nämlich auf Vordermann, sondern auch der Sportplatz wird an einigen Stellen großzügig überarbeitet. „Im Infield werden rund 100 Quadratmeter Rollrasen verlegt, weil sich der Boden schon etwas gesetzt hat, die Homeplate wird hergerichtet und auch der Pitchermound, der vom jahrelangen Spielen immer kleiner geworden ist, wird erneuert“, erläutert Styll. Dazu wird der Wurfkäfig überarbeitet und auch das Backstop-Netz, das die Zuschauer seit 15 Jahren vor den steinharten Basebällen schützt, wird ausgetauscht.

Die Arbeiten sollen noch diese Woche abgeschlossen werden, dann kann man sich komplett auf die sportliche Vorbereitung konzentrieren. „Bisher war ja aufgrund der Wetterbedingungen draußen nichts möglich, daher fangen wir erst so spät an“, sagt Styll. Spät, weil der Saisonstart schon in etwas mehr als zwei Wochen erfolgt.

Am 21. April geht‘s zu den Crazy Geese. Die Burgenländer haben sich wie Stockerau ebenfalls neue Importspieler aus den Staaten gesichert. Die heuer nur mehr aus sechs Teams bestehende Regionalliga werde aber ohnehin schwer, wie schon lange nicht, schätzt Styll: „Die Teams, die bisher immer hinten waren, sind jetzt in der Landesliga. In der Regionalliga kann heuer jeder jeden schlagen.“

Landesliga Ost

Die Schremser Beers bleiben auch in einer Spielgemeinschaft mit den Zwettler Originals. Diese bilden weiterhin eine Art Farmteam in der Landesliga. „Der Spieleraustausch funktioniert sehr gut“, sagt Styll. „Einige unserer Nachwuchsspieler werden auch schon dort zum Einsatz kommen.“

Das Saisonziel der Originals, die zuletzt dreimal in Serie ins Meister-Play-off kamen, ist auch heuer wieder das Final Four. Der Saisonauftakt erfolgt schon am 15. April.

Eine Woche später geht‘s für die Woodquarter Red Devils los. Die Altweitraer absolvieren am Wochenende eine Trainingslager in Stockerau, nächste Woche wird gemeinsam mit den Carinthian Clubbers am eigenen Hell‘s Gate trainiert. Dort standen über den Winter auch etliche Sanierungsarbeiten an.

Für 36.000 Euro lässt die Gemeinde einen neuen WC-Container errichten und den Zuschauerraum neu gestalten. „Die ersten Arbeiten wurden schon gemacht“, berichtet der Sportliche Leiter Tim Hoffelner. „Bis zum ersten Heimspiel am 26. Mai soll alles fertig sein.“ Die Red Devils planen auch eine Eröffnungsfeier.

Sportlich wollen die Altweitraer den Einzug ins Mittlere Play-off schaffen. „Die neuen Teams, Lawnmowers und Cyclones, sind aber stark, dazu sind die Bucks nur mehr mit einer Mannschaft vertreten. Da wird es eine konstant Leistung unsererseits brauchen, um dieses Ziel zu erreichen“, so Hoffelner.