Gemischte Gefühle, aber gute Leistungen. Stefan Fegerl kehrt ohne Losglück, aber dafür mit guter EM-Performance aus Budapest retour.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 26. Oktober 2016 (06:54)
NOEN, privat
Nach der Europameisterschaft ist vor der Champions League. Schon am Donnerstagabend tritt Stefan Fegerl mit Borussia Düsseldorf in Chartres an.Das nächste Highlight sind die Austrian Open in Linz ab 9. November.

Mit einem französischen Sieger im Einzel einem siegreichen deutsch-dänischen Doppel ging die Tischtennis-EM in Budapest zu Ende. Stefan Fegerl ging diesmal leer aus, schaffte es im Einzel ins Achtelfinale, als Titelverteidiger mit Joao Monteiro im Doppel war im Viertelfinale Schluss.

„Ich bewerte das neutral“, sagt er im NÖN-Gespräch. „Es war ganz ok, aber auch nicht ganz erfreulich.“ Ausgeschieden ist der Unterlembacher in beiden Bewerben gegen den späteren Europameister. Das schönt Fegerls EM-Bilanz. „Das zeigt, dass ich nicht gegen Blindgänger verloren habe“, sagt er.

„Die EM war ganz ok, aber auch nicht ganz erfreulich. Man sieht aber, dass ich nicht gegen Blindgänger verloren habe.“

Stefan Fegerl schied gegen beide Europameister aus

Speziell Emmanuel Lebesson habe das Turnier seines Lebens gespielt. „Gegen ihn habe ich gut gespielt, fast sehr gut, habe etliche Sätze nur mit zwei Punkten Unterschied verloren“, so Fegerl. „Er ist ein raffinierter Spieler, es dauert noch, bis ich ihn schlagen kann.“ Im Vergleich zur Quali für Olympia, wo Fegerl mit 0:4 chancenlos war, ist die Steigerung aber unübersehbar.

Positiv im Einzelbewerb war auch der Sieg in der zweiten Runde: Gegen den Engländer Liam Pitchford feierte er den angepeilten ersten Sieg. Dabei gab ein 3:0 fast noch aus der Hand: „Bei 3:3 wusste ich: Wenn ich nicht offensiver spiele, werde ich verlieren.“ Der Plan ging auf.

Doppelpartner als Gegner mit Chartres

Im Doppel gab es für Fegerl/ Monteiro im achten gemeinsamen Spiel die ersten Niederlage – im Viertelfinale gegen die späteren Europameister Patrick Franziska und Jonathan Groth. Eine knappe Entscheidung in sieben Sätzen, wobei die Titelverteidiger im vorletzten Satz ein 0:7 aufgeholt haben. Bei 8:7 unterliefen dem Unterlembacher zwei Fehler. „Ich habe Risiko genommen“, erklärt er. „Wären die Bälle gekommen, hätten wir gewonnen.“ Bis dahin nahm Fegerl/Monteiro, über ein Jahr ohne gemeinsames Spiel, relativ locker.

Viel Zeit durchzuatmen blieb Stefan Fegerl nach der EM nicht. Schon am Mittwoch ging es mit dem Bus nach Chartres (Frankreich), wo am Donnerstagabend mit Borussia Düsseldorf die zweite Runde in der Champions League ansteht. Dort kommt‘s übrigens zum Wiedersehen mit Doppel-Partner Joao Monteiro, der wie Robert Gardos für Chartres ASTT spielt.

Die Vorzeichen sind für Fegerls Klub nicht gerade rosig. Top-Spieler Timo Boll macht der Nacken wieder zu schaffen, sein Einsatz ist fraglich. „Es ist schwer, Prognosen zum Match abzugeben“, sagt Fegerl. „Ohne Timo wird’s schwer. Wichtig ist aber, dass ich mich auf mein Spiel konzentriere. Mehr kann ich nicht beeinflussen.“

In der Bundesliga steht am Samstag gegen Bergneustadt ein kleines Derby auf dem Programm.