Fegerls Finale ums Play-off startet. Nach Pleitenserie müssen Stefan Fegerl und Bergneustadt jetzt siegen, um Einzug ins Bundesliga-Play-off noch zu schaffen.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:47)
Stefan Fegerl hat mit Bergneustadt die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Tobias Höfinger

Der schlechte Start ins neue Jahr ließ bei vielen Beobachtern die Chancen von Stefan Fegerl mit Bergneustadt auf den Einzug ins Bundesliga-Play-off stark schwinden. Durch die beiden Siege vorige Woche haben die Nordrhein-Westfalen, die als Tabellenzweiter in 2021 gestartet waren, aber nicht nur den Abwärtstrend gestoppt, sondern gleichzeitig auch den Anschluss an die Play-off-Ränge wiederhergestellt. Genau zur richtigen Zeit, denn jetzt beginnt die heiße Phase des Grunddurchgangs, geht es um die vier Play-off-Plätze.

Nach Niederlagenserie wieder zur Form gefunden

Zwei Punkte fehlen Fegerl und Co., um über den Strich zu kommen. „Ich bin guter Dinge, dass sich das noch ausgeht“, sagt der Unterlembacher, der nicht zuletzt eine der Erfolgssäulen aus dem Herbst waren, die bisher ziemlich ins Wanken geraten waren. Auch das Erfolgsdoppel mit Alvaro Robles gewann 2021 noch keine Partie – nachdem es 2020 alle Spiele gewonnen hat.

„Die Partie nach zwei Matchbällen noch zu verlieren, hat uns zugesetzt. Gewinnen wir das Match, läuft danach alles anders.“ Stefan Fegerl über das Spiel gegen Grünwettersbach als Knackpunkt für die Unform

Knackpunkt für das Abrutschen im neuen Jahr war für Fegerl gleich der Start: die Begegnung in Grünwettersbach. Ebendort mussten er und Robles ihre erste Niederlage im Doppel einstecken. „Dort hatten wir im vierten Satz zwei Matchbälle. Dass wir die vergeben haben und dann noch das Match überhaupt verlieren, hat uns zugesetzt“, schildert Fegerl. „Damals war ich sehr gut in Form, habe es aber nicht drübergebracht. Seither konnte ich daran nicht mehr anschließen… Gewinnen wir das Match, laufen die folgenden Runden alle anders.“

Tabelle wieder ausgeglichener

So aber folgten weitere Niederlagen gegen Bad Königshofen, Neu-Ulm, Borussia Düsseldorf und Werder Bremen. Bergneustadt verlor den Punktepolster und dann auch fast den Anschluss, lag bereits vier Punkte hinter den Play-off-Rängen, dem Saisonziel.

Um dieses doch noch zu erreichen, muss in den verbleibenden vier Runden praktisch alles aufgehen. „Die Tabelle hat sich aber wieder etwas ausgeglichen“, betont Fegerl. „Einige Mannschaften sind jetzt punktegleich – und wir mittendrin.“ Zwei Punkte fehlen auf Grünwettersbach, das als Vierter noch ins Play-off einziehen würde.

Entscheidende Spiele vor der Brust

Drei der letzten vier Spiele im Grunddurchgang stehen jetzt direkt vor der Tür – praktisch in einer Dreifachrunde. Am Freitag geht‘s gegen Mühlhausen, am Sonntag gegen Saarbrücken und am Dienstag noch gegen Grenzau. „Das Spiel gegen Grenzau müssen wir gewinnen. Gegen Saarbrücken (amtierender Meister; Anm.) wird es schwer. Also kommt es darauf an, ob wir gegen Mühlhausen unsere Leistung abrufen können“, blickt Fegerl voraus. „Wenn wir zwei Siege holen, dann ist die Play-off-Chance noch intakt.“ Dann gibt es am 21. März wahrscheinlich eine Art Endspiel gegen Ochsenhausen.

Grünwettersbach hat eine etwas schwierigere Auslosung, muss noch gegen Leader Düsseldorf und die direkten Gegner Mühlhausen und Bad Königshofen sowie Werder Bremen ran. „Im Jänner hat es schon einmal ganz schlecht ausgesehen, aber jetzt haben wir uns noch einmal die Chance aufs Play-off erkämpft“, fasst Fegerl zusammen. „Das werden aber jetzt die entscheidenden Spiele!“