Zweimal Silber für den eisernen Alex. Alexander Frühwirth landete bei der Europameisterschaft in Kitzbühel zweimal auf Rang zwei in seiner Altersklasse M45.

Von Michael Salzer und Marcel Schindl. Erstellt am 25. Juni 2014 (23:59)
NOEN
Beim sportlich-erfolgreichen Familienausflug in Kitzbühel: Felix, Oskar, Alex und Andrea Frühwirth (von links).privat

Bei der Triathlon-Europameisterschaft in Kitzbühel matchten sich insgesamt 2500 Athleten aus 35 Ländern um Gold, Silber und Bronze. Mittendrin statt nur dabei war auch Triathlon-Urgestein Alexander Frühwirth aus Kirchberg an der Wild mit zwei Silbermedaillen!

Beim ersten Bewerb über die Sprintdistanz am Freitag herrschten extreme Bedingungen: Dauerregen und die steilsten Anstiege, die in der Region zu finden waren. Nach dem Schwimmen (750 m) kam Frühwirth mit der Spitzengruppe in die Wechselzone und ging in Führung, hatte dann aber – wieder einmal – mit technischen Problemen am Rad (20 km) zu kämpfen: Infolge eines Schaltfehlers fiel die Kette aus den Zahnrädern, und zwar mitten am Berg. So ging der Tiroler Albuin Schwarz in Führung, baute diese beim abschließenden Laufbewerb (5 km) aus und schnappte sich die Goldmedaille vor dem Waldviertler Aushängeschild.

„Schade, ohne die Probleme mit der Kette wäre die Entscheidung im Schlusssprint gefallen.“ Alex Frühwirth

Auf der Olympischen Kurzdistanz (1500m Schwimmen, 40km Rad, 10km Laufen) am Samstag verlief der Zweikampf um Gold noch spannender: Frühwirth führte von Beginn weg und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Doch am Rad wiederholte sich die Ketten-Problematik – diesmal allerdings im Flachen, sodass nicht mehr soviel Zeit verloren ging. Letztlich erwies sich sein langjähriger Dauerrivale wieder als der stärkere Läufer, Albuin Schwarz fing Frühwirth zwei Kilometer vor dem Ziel ab und krönte sich zum Doppelsieger in der Altersklasse M45. „Schade, Albuin hat zwar verdient gewonnen, aber ohne die Probleme mit der Kette wäre die Entscheidung wahrscheinlich im Schlusssprint gefallen“, bilanzierte Alex Frühwirth. „Trotz allem bin ich zufrieden, weil es im Vorfeld nicht abzuschätzen war, wie stark die Konkurrenz ist – immerhin waren ja 600 Briten in Kitzbühel.“

Aus dem Waldviertel hatten sich auch Elisabeth Reiter und Martin Leirer vom Laufteam Waidhofen qualifiziert

Leirer kam bei seiner EM-Premiere gut ins Rennen, verlor am Rad aber den Anschluss an die Spitzengruppe, finishte als 24. von 61 Startern. „Auf einen Top Ten-Platz haben etwa 90 Sekunden, die ich am Rad verloren habe, gefehlt“, analysierte Leirer, der dennoch mit seiner Leistung zufrieden war. Am Samstag lief es für ihn besser, er konnte sich vor allem auf der Radstrecke steigern, durfte im Endeffekt über Platz 15 von 62 Athleten jubeln: „Damit war ich auch drittbester Österreicher, was mich besonders freut. Damit kann ich Kitzbühel zufrieden verlassen.“ Ebenfalls eine EM-Premiere feierte Elisabeth Reiter, die sich über die Olympische Distanz den 19. Platz von 31 Startern in der Age Group W35 sicherte. Und Oskar Frühwirth, der Neffe von Alex, sammelte seine ersten Erfahrungen bei einer derartigen Großveranstaltung und landete auf Rang 24, somit im Mittelfeld in der Jugendklasse.