Jessica Pilz: Schon vorbei, als es begann

Erstellt am 29. Juni 2022 | 01:48
Lesezeit: 2 Min
Jessica Pilz
Jessica Pilz eilte im Vorstieg gekonnt ins Finale. Da war nach acht Griffen aber Schluss.
Foto: KVÖ, Aufschnaiter
Jessica Pilz war beim Heimweltcup in Innsbruck ins Finale gestürmt. Da war dann nach wenigen Sekunden aber Schluss.
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Für Jessica Pilz war das Finale beim Vorstieg-Weltcup in Innsbruck vorbei, ehe es richtig begonnen hatte. Die gebürtige Haagerin rutschte bereits beim achten Griff mit dem Fuß weg und landete auf Rang acht. „Ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht geklettert bin, so schnell war es schon wieder vorbei. Man hat hinten mitbekommen, dass es schnell geht und die Route tricky ist, aber bis zu den heiklen Stellen bin ich gar nicht gekommen. Ich wäre gerne noch weiter geklettert“, seufzt die Lead-Weltmeisterin von 2018.

Dabei hatte sich Pilz so viel vorgenommen. Vor allem weil die Qualifikation nach Plan verlief. Bei den beiden Qualifikationsrouten erreichte die gebürtige Haagerin jeweils das Top und stellte ihre gute Form unter Beweis. Auch im Semifinale war sie eine von vier Athletinnen, die das Top erreichten.

Enttäuschung über das Ergebnis

„Das Ergebnis ist enttäuschend, aber ich muss es abhaken. Dass die Form stimmt, habe ich in der Quali und im Semifinale gezeigt. So etwas ist ärgerlich, kann aber passieren“, zeigt sich Pilz schlussendlich gefasst. Beim Boulderbewerb verpasste Pilz knapp das Finale. Sie erreichte auf den vier Boulder-Problemen zwei Tops und alle vier Zonen, als Achte verpasste sie das Finale der Top-6 nur aufgrund der höheren Anzahl an Top-Versuchen. „Nach dem ersten Boulder habe ich schon gewusst, dass es nicht mehr fürs Finale reichen wird.“

Die Haagerin zeigte sich mit der Boulder-Saison dennoch zufrieden: „Grundsätzlich war es eine gute Boulder-Saison, sicher meine konstanteste. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten, zweimal Siebte und einmal Achte ist bitter.“