Dramen und Jubel bei der Jänner-Rallye. Der Gesamtführende Simon Wagner kam nicht am Etappenziel an, Christoph Zellhofer gewann drei Wertungen.

Erstellt am 09. Januar 2018 (02:21)
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Gelungene Premiere. Obwohl der Schnee- und Eisauftakt erfolgreich verlief, fühlt sich Christoph Zellhofer eher am Asphalt zu Hause.

Die Dramatik war bei der Jänner-Rallye vom Start bis zum Ziel der Regieführer.

Strecke zeigte ihr eisiges Gesicht

„Nasse Strecken“ meldeten die Eisspione, die zwei Stunden vor dem Start zur ersten Sonderprüfung in Pierbach unterwegs waren. Doch die 19 Kilometer zeigten um acht Uhr ihr eisiges Gesicht.

Gerald Rigler, der mit dem Fiesta R5 zu mutig unterwegs war, blieb mit zerstörtem Kühler liegen, Hans Peter Haid legte den Hundai R5 aufs Dach, Walter Mayer überschlug sich mit dem Peugeot R5. Bei Gerwald Grössings Ausrutscher mit dem Mitsubishi brach eine Felge und Robert Zitta schied mit Getriebeschaden beim Subaru aus.

In der zweiten SP erwischte es den 2-WD-Meister Julian Wagner. Er musste den Subaru mit technischem Defekt abstellen. Ein Großteil der Favoriten war somit vorzeitig zum Zusehen verurteilt.

Nachdem Martin Fischerlehner mit dem Ford Fiesta R5 aus der vierten SP nicht mehr zurückkam, setzte sich Niki Mayr-Melnhof, ebenfalls mit einem Fiesta R5, an die Spitze. In seinem Sog sorgte Simon Wagner, der den 24 Jahre alten Mazda 323 von Wolfgang Schmollngruber neu aufbaute und pilotiere, für sensationelle Zeiten. Fehlerfrei beherrschte er das Geschehen und ließ die Verfolger Keferböck, Hanede und Aigner schlecht aus sehen.

Getriebe verhinderte Überraschungssieg

Als Mayr-Melnhof mit dem Fiesta wegen der defekten Benzinpumpe nach der 13. SP auf der Verbindungsetappe liegen blieb, stand Wagner als Überraschungssieger fest. Die Überraschung blieb allerdings aus, denn auch er fiel der Dramatik-Regie zum Opfer. Wagner durfte nach der Zieldurchfahrt der 16. SP jubeln, aber dann stellte sich die Tristesse ein.

Auf dem Weg zum Etappenziel, das nach dem Reglement erreicht werden muss, spielte das Getriebe nicht mehr mit. Für Christoph Zellhofer hätte der Meisterschaftsauftakt nicht besser ausfallen können. Er kam mit den stets wechselenden Bedingungen bestens zurecht, war am ersten Tag mit dem Sicherheitsmodus unterwegs, legte aber am zweiten Tag, als es gegen den „Einheimischen“ Franz Pair

eder um den Sieg in der 2-WD- Klasse und bei den Junioren ging, ordentlich zu und hatte am Ende 49,8 Sekunden Vorsprung.

„Es war ein harter Zweikampf. Die Führung wechselte mehrmals. Die Entscheidung fiel in den letzten drei Prüfungen. Der Erfolg ist für den weiteren Meisterschaftsverlauf sehr wertoll. Ich hoffe, dass ich bei der Rebenland daran anknüpfen kann“, erklärte Zellhofer.