Lietz ohne Respekt. Philipp Lietz wird ein weiteres Jahr in der Nascar Euro- Serie zu sehen sein – allerdings in der obersten Klasse: der Elite 1.

Von Anton Kovacs. Erstellt am 27. Oktober 2014 (10:44)
NOEN, Kovacs
Auf ein Neues. Philipp Lietz wird auch 2015 in der Nascar Euro-Serie wieder durch das Seitenfenster ins und aus dem Wettbewerbsfahrzeug klettern. Aus Sicherheitsgründen sind bei den Autos die Türen zugeschweißt.
Mit einer sensationellen Leistung wartete Philipp Lietz in seinem ersten Jahr in der Nascar- Serie auf. Mit sieben Punkten Rückstand auf den Belgier Maxime Dumarey belegte der Ybbsitzer in der Gesamtwertung der Elite 2 Fahrer den zweiten Platz und wurde dazu bester Nachwuchsfahrer (Rookie).

„Will und werde mich respektlos behaupten“

Ein Ergebnis, von dem zu Saisonbeginn im TB Renauer Motorsport Team aus Neunkirchen nicht einmal geträumt wurde. Die starken Leistungen spiegelten sich auch in der Teamwertung wider. Lietz durfte mit seinem Partner Dominic Tiroch, der bei den Elite 1 Fahrern unterwegs war, über den vierten Platz jubeln.

Lietz ist in der nächsten Saison in der Elite 1 Klasse startberechtigt. „Für mich ist das eine neue Herausforderung. Ich treffe auf Fahrer wie den Finnen Markus Palttala, der in der FIA GT WM, in Le Mans und Spa unterwegs war oder auf Romain Ianetta aus Frankreich, der in der LMP Klasse fuhr und ein Abonnement in Le Mans hat. Und ich treffe auf Matthias Lauda, um nur einige aus der Schar der Formel 3000, GP2 und DTM Piloten zu nennen. Alles erfahrene Kaliber, die weit mehr Erfahrung auch in der Causa Fahrwerksabstimmung mitbringen als ich. Es wird spannend. Ich will und werde mich respektlos behaupten.“

Abstecher zur Rallye aus Zeitmangel kein Thema

Verstecken braucht sich Philipp Lietz nicht. Wie er mit dem Ford Mustang heuer umging, war schon ein Zeichen, dass er das Zeug hat, den Wagen seinem Fahrstil anzupassen, um die Gegner schlecht aussehen zu lassen. In den nächsten drei Wochen wird Lietz entscheiden, für welches von drei Teams er 2015 an den Start gehen wird.

An einen Abstecher zur geliebten Rallye denkt er nicht. „Wenn ich bei einer Rallye fahre, dann muss alles Hand und Fuß haben, dann will ich ganz vorne mitmischen. Um so ein Vorhaben zu realisieren, fehlt mir die Zeit.“


Hintergrund: Philipp Lietz

NOEN, privat
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Geboren am: 19.4.1989
Familienstand: ledig
Wohnort: Ybbsitz
Beruf: Werbeagentur
Erfolge: zweimaliger Rallyepokal Sieger in der Gruppe H,
Gesamtsieger in der Suzuki Cup Rundstreckenmeisterschaft
Hobbys: Rallye fahren, Mountainbiken Downhill, Surfen, Snowboarden, Motocross
Lieblingstier: Border Collie Athos