In der Weltspitze. Der Amstettner Thomas Raffetseder vertrat Österreich bei der WM in Malaysia. In der Kategorie Sanda belegte der 27-Jährige Platz 9.

Von Wolfgang Zarl und Ingrid Vogl. Erstellt am 21. Juli 2014 (11:06)
NOEN, Wolfgang Zarl
Einer gegen alle. Der WM-Neunte Thomas Raffetseder mit Trainer Christian Pfannhauser, Fitnesscenter-Leiter Martin Freudenschuss und Regina Stürzl (v.r.n.l.). Foto: Wolfgang Zarl
Kuala Lumpur war Schauplatz der diesjährigen Kung Fu-Weltmeisterschaft. Über 900 Athleten aus 90 Ländern waren bei dem Großevent am Start. Darunter auch der Amstettner Thomas Raffetseder, der in der Kategorie Sanda (auch bekannt als Sanshou) antrat. Und dies höchst erfolgreich.

„Wie gefesselt von der Stimmung“

Der vierfache Staatsmeister präsentierte sich in Malaysia in ausgezeichneter Form und eroberte Rang neun. „Das ist ein toller Erfolg für mich und zählt neben den Staatsmeistertiteln zu den Höhepunkten meiner bisherigen Karriere“, strahlte der Fitnesstrainer, der vom Ambiente schwer beeindruckt war.

„Wenn man die Halle betritt, ist man wie gefesselt von der Stimmung. Das hat fast Züge eines Rockkonzerts, so begeistert sind die Zuschauer. Sanda ist in Asien eben ein echter Volkssport“, war der 27-Jährige begeistert.

Stimmung wie bei einem Rockkonzert

Kein Wunder, dass die Nervosität bei dieser Kulisse groß war. „Wenn man bei so einem großen Turnier kämpft, dann ist das Gänsehaut pur. Der Trip war eine unglaubliche Lebenserfahrung“, schwärmte der Amstettner. Seine Betreuer Martin Freudenschuss und Christian Pfannhauser nahmen Raffetseder aber den Druck, den er sich selbst auferlegt hatte.

Raffetseder bedankte sich mit dem hervorragenden neunten Platz und erntete viel Lob von seinem Trainer. „Er trainiert praktisch täglich und ist puncto Einstellung, Fitness und Ernährung voll für seinen Sport da“, erklärte Christian Pfannhauser.

Raffetseder gibt aber nicht nur viel für seinen Sport, er bekommt auch viel zurück: „Wichtige Eigenschaften von Sanda sind meditative Elemente, Atemübungen, Gemeinschaft, Respekt, Fairness und Freude am Training. Dieser Sport hat in China eine uralte Tradition und ist ganzheitlich, weil er Körper, Geist und Seele berührt. Nichtmal Fliegen ist besser. “