Erstellt am 17. Januar 2017, 02:35

von Ingrid Vogl

U19-Nationalteam hat EM-Ticket nicht gelöst. Österreichs U19 setzte sich in der Amstettner Johann Pölz-Halle gegen Norwegen in drei Sätzen durch, musste sich aber Favorit Finnland klar mit 0:3 geschlagen geben.

Heimspiel. Vier Spieler des VCA standen bei der U19-EM-Qualifikation in Amstetten im Kader des österreichischen Nationalteams. Angeführt von Kapitän Niklas Etlinger(12) kamen auch Aufspieler Jan Zaller (8), Libero Stephan Langwieser und Felix Preinfalk zum Einsatz.  |  NOEN, Vogl

Finnland, Österreich, Norwegen. Diese drei Nationen kämpften am Wochenende in Amstetten um ein Ticket für die U19-EM, die Ende April in Ungarn und der Slowakei stattfinden wird. Mit Kapitän Niklas Etlinger, Stephan Langwieser, Jan Zaller und Felix Preinfalk standen gleich vier Spieler des VCA im rot-weiß-roten Aufgebot. Der fünfte Nominierte, Lukas Kühl, musste jedoch krankheitsbedingt passen.

Das österreichische Team hatte sich den Gruppensieg und somit einen Fixplatz bei der EM zum Ziel gesetzt. Den Grundstein dafür legten die Gastgeber am Freitag mit einem 3:0-Sieg gegen Norwegen. „Wir sind unglaublich happy. Bei den Big Points hat mein Team fehlerlos gespielt“, freute sich Headcoach Sebastian Tatra über den Auftakterfolg. Zufrieden war auch Kapitän Niklas Etlinger. „Es war eine starke Teamleistung. Die Finnen schätze ich aber eine Klasse stärker ein als die Norweger“, machte sich der VCA-Spieler auf eine schwierige Aufgabe am Sonntag gefasst.

Mit Recht, denn die Finnen zeigten beim klaren 3:0-Erfolg gegen Norwegen, dass sie die Favoriten für das EM-Ticket sind. Der Favoritenrolle wurden sie auch gegen Österreich gerecht. Die Finnen konnten sich im Vergleich zur Norwegen-Partie noch einmal steigern, zeigten eine kompakte Mannschaftsleistung und waren dem österreichischen Team auch im technischen und athletischen Bereich überlegen. Ein souveräner 3:0-Sieg war die logische Folge.

Im Lager der Österreicher war die Enttäuschung natürlich groß. „Wir haben zu viele Servicefehler begangen“, nannte Teamtrainer Tatra den Hauptgrund für die Niederlage. Kapitän Etlinger wusste einen weiteren. „Wir hatten leider mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Die Grundsechs hat in dieser Form noch nie zusammengespielt.“ Eines musste der Amstettner aber trotz aller Enttäuschung um das verpasste EM-Ticket zugeben: „Die Finnen waren die beste Mannschaft im Turnier.“