Oberwart kennt kein Erbarmen. St. Pölten war im Duell der beiden Ex-Meister chancenlos.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. Dezember 2018 (04:11)
W. Mayer
Hart zu kämpfen hatte St. Pöltens Nico Kaltenbrunner (l.) nicht nur in den Duellen mit Oberwarts Topscorer Justin Coleman.

ST. PÖLTEN - OBERWART 74:118. Der ABL-Topklub aus dem Burgenland machte beim UBC kurzen Prozess.

Schon in den ersten Minuten wurde der Klassenunterschied deutlich: 2:11 (3.) und 5:22 (6.). Mit einer 30:18-Führung beendete Oberwart das erste Viertel und legte ein 24:10 im zweiten Abchnitt nach. 64 Gunners-Punkte nach der Pause sprechen eine deutliche Sprache. „Sie haben wie verrückt getroffen“, sah UBC-Headcoach Worenz eine 57 Prozent-Dreierquote. „Wir waren auf allen Positionen körperlich unterlegen.“

Paul Koroschitz erlitt ein Cut und musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Zudem stellten sich seine Probleme an der Hand als ein Bruch des Handgelenks heraus.

2. Bundesliga Herren

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: St. Pölten hat zum Jahresausklang gegen den Leader die Chance zur Revanche.

MATTERSBURG - ST. PÖLTEN 90:79. Nur zwei Tage nach dem doppelten Cup-Aus trafen sich beide Teams im Topspiel der Runde.
Das Duell Eins gegen Drei hielt über weite Strecken, was es versprach. St. Pölten kam besser in die Begegnung, führte nach drei Minuten mit 11:4. Ein 9:0-Lauf der Gastgeber brachte diese noch im ersten Abschnitt zurück. Mit 51 Punkten (27:24) ging es in die erste Viertelpause. In einem ausgeglichenen Spiel machten die Gäste die drei Punkte im zweiten Abschnitt (21:18) wett. Gleichstand nach 20 Minuten!

Die Vorentscheidung für Mattersburg fiel früh im dritten Viertel und innerhalb von nur etwas mehr als einer Minute. Dabei zogen die Burgenländer von 48:47 auf 56:47 davon. In Minute 28 wurde es sogar zweistellig (66:55), näher als auf sieben Punkte (83:76) kam St. Pölten nicht mehr heran.
„Wir haben bis auf das dritte Viertel sehr gut gespielt“ haderte UBC-Headcoach Andreas Worenz auch mit dem fehlenden Spielglück in der Offensive. „Es ist viel wieder herausgesprungen.“

Mattersburg erledigte hingegen seine Aufgaben im Angriff exzellent. Worenz: „90 Punkte sind zu viel. Wir müssen schauen, dass wir die Teams unter 80 Punkten halten.“ Überragend: Nicoli mit 32 Punkten (4/5 Zweier, 7/8 Dreier, 3/3 Freiwürfe). „Wir haben gewusst, dass er werfen kann, ihn aber zu oft frei stehen lassen“, schildert Worenz. Bester UBC-Werfer war Lukas Böck mit 23 Zählern (zehn in Viertel zwei).

Schon am Samstag steigt in St. Pölten das Retourspiel. „Wir haben gesehen, dass wir mit dem Nummer 1-Team der Liga auf Augenhöhe sind. Wir hätten das Spiel auch gewinnen können und wollen uns gleich eine Woche später revanchieren“, ist Worenz vor dem letzten Spiel des Jahres zuversichtlich.