Doch Gold geholt. Rabensteins Alex Schmirl kann den Staatsmeistertitel KK-liegend nicht verteidigen, siegt aber dafür im Dreistellungsmatch.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 21. August 2018 (02:18)
ÖSB
Im Dreistellungsmatch klappte es für

Die Staatsmeisterschaften im Bundesleistungszentrum Innsbruck/Arzl nutzten die Mitglieder des österreichischen WM-Teams als letzte Standortbestimmung vor der in zwei Wochen beginnenden ISSF-WM im koreanischen Changwon.

Mit Spannung wurde vor allem der Ausgang des olympischen KK-liegend-Bewerbs erwartet. Im Vorjahr hatte der Rabensteiner Alex Schmirl die Erfolgsserie des Vorarlbergers Thomas Mathis unterbrochen.Doch mit 627,0 Ringen schlug Mathis heuer zurück. Michael Höllwarth aus Tirol belegte mit 1,2 Ringen Rückstand den zweiten Platz und Schmirl blieb diesmal „nur“ Bronze.

Traditionell war dann der letzte Wettbewerbstag der österreichischen Staatsmeisterschaften und Meisterschaften für Kleinkalibergewehr der Königsdisziplin des Sportschießens, nämlich dem Dreistellungsmatch, vorbehalten. In diesem Jahr besonders spannend, starteten doch Frauen, Männer, Juniorinnen und Junioren nach neuem ISSF-Reglement auch im Grunddurchgang mit gleicher Schusszahl und erzielten damit vergleichbare Ergebnisse. Wie am Tag zuvor hatte dieser Bewerb für das WM-Team Bedeutung als Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Korea.

Bei den Männern beschlossen zwei ÖSB-Athleten die Qualifikation ringgleich: Schmirls Kollege vom NÖ-Team, Bernhard Pickl, und der Salzburger Gernot Rumpler erzielten jeweils 1172 Ringe und damit einen Ring mehr als Vorjahressieger Mathis, der den Grunddurchgang als Dritter beendete.

Im Finale wechselten die Favoriten häufig die Führung. Rumpler beendete die Knieendstellung als Stärkster, im Liegend übernahm Pickl die Führung und hielt diese bis zur Stehend-elimination aufrecht. Dann arbeitete sich Rumpler erneut an die Spitze und wurde zuletzt aber doch von Schmirl, der im Finish immer stärker geworden war, auf den zweiten Platz verwiesen. So holte der 29-Jährige, der über den Sommer viel an einer neuen Waffe getüftelt hatte, mit gesamt 454,4 Ringen doch noch den Staatsmeistertitel vor Rumpler und Pickl. „Nach der Knieendstellung habe ich nicht mehr mit Gold gerechnet, aber ohne Druck lief es dann fast perfekt“, jubelte Schmirl.