Gold gab‘s in Serie. NÖ-Karate-Leistungszentrum St. Pölten war mit 22 Goldenen in Langenlois der erfolgreichste Vereine.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 23. Mai 2018 (02:00)
Eerfolgreiche St. Pöltner. Trainerin Marianne Kellner, Filis Celo, Andrea Bucher, Sima Celo, Manfred Schreck, Stefan Haiden, Isra Celo, Monika Hipsch, Hilal Celo, Julia Wangler, Luana und Lorena Bucher, Martin Kremser, Kristin Wieninger, Michael Kompek, Funda Celo, Erhard Kellner, Mario Hinterberger (v. l.). 
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Die 16. österreichische Stilrichtungsmeisterschaft im Goju-Ryu ging in Langenlois über die Bühne. Trotz der Pfingstfeiertage kamen knapp 300 Karatesportler aus den Landesverbänden Wien, NÖ, OÖ, Burgenland, Steiermark und sogar Kärnten ins Kamptal, um in 68 Kategorien der Karatestile Goju Ryu, Shito Ryu, Wado Ryu und Kobudo die österreichischen Meister zu ermitteln.

Diese drei Stilrichtungen stellen im rot-weiß-roten Karatesport im Gegensatz zum weit verbreiteten Shotokan Minderheitenstile dar, haben aber durch die jahrelangen Bemühungen des UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten einen Qualitätssprung erlebt, der die Kata-Sportler in die internationale Spitze katapultiert hat, wie die WM-Medaillen der SLZ-Sportlerinnen Funda Celo, Kristin Wieninger und Patricia Bahledova (nun in Vorarlberg) dokumentieren. Daher gab es in Langenlois fast dieselben Finalbegegnungen auf internationalem Niveau wie bei den Staatsmeisterschaften im April: So siegte Heeresdportlerin Wieninger im Shito-Finale knapp mit 3:2 über SLZ/HASL-Athletin Funda Celo, die sich dafür im Kobudo mit einem 4:1 gegen Wieninger durchsetzen konnte.

Das NÖ Karate-Leistungszentrum St. Pölten gewann 22 Mal Gold, acht Mal Silber und sechs Mal Bronze vor Shiai Karate-Do Wien (7/5/9). In der Länderwertung gab es für NÖ 40 Mal Gold, 46 Mal Silber und 49 Mal Bronze vor Wien (11/8/15). Erfolgreichste Athletin war Funda Celo, die fast alle Startmöglichkeiten ausschöpfte und sich mit sechsmal Gold und einmal Silber vor Mugendo-Karateka Christoph Scheuch (5/1/-) sowie ihren Schwestern Isra (4/-/-) und Sima Celo (3/2/-) setzte. Insgesamt waren alle Vereine aus St. Pölten und Umgebung (auch Hayashi, Wado Lilienfeld und Sportunion) in den Medaillenrängen vertreten.