Harland steigt doch auf. Nach Rückzug von Amstetten und Spital ist Sedletzky-Team erster St. Pöltner Bundesligist bei den Herren überhaupt.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. September 2014 (08:41)
Es hat sich ausgezahlt, dass die Harlander mit maximalem Ernst in die Begegnung gegen Ried gegangen sind. Obwohl klar war, dass es nur um Platz zwei im Aufstiegs-Play-off für die Bundesliga gehen würde, hatte Dietmar Sedletzky eine Vorahnung. „Es ist jedes Jahr so, dass sich Bundesligaklubs übernehmen und zurückziehen müssen.“ Er sollte recht behalten!

Für Spital/Drau und Amstetten besteht keine Möglichkeit, den Spielbetrieb kommendes Jahr weiter zu finanzieren. „Ich war nicht allzu überrascht, als am Donnerstag per Mail die Einladung zur Infositzung für die Bundesliga bei mir eintraf“, gesteht Sedletzky, dass er um die Probleme Amstettens und Spitals bereits wusste. Am Sonntag in Eugendorf bei Salzburg wurde es dann amtlich: Harland und Villach steigen als jeweilige Gruppenzweite ihrer Aufstiegs-Play-offs in die 2. Bundesliga auf!

Nachricht vom Aufstieg sorgt für Euphorie

„Hätte nur ein Team zurückgezogen, wären die Kärntner die Glücklichen gewesen, da sie um einen Punkt mehr hatten“, wollte Sedletzky dies nicht weiter hinterfragen. „Nur so viel: Villach spielte in einer Vierergruppe und hatte drei Spiele, wir in der Dreiergruppe hatten zwei!“

Bei den Spielern sorgte die Nachricht vom Aufstieg natürlich für Euphorie. „Sie haben sich gleich mit den Legionären kurzgeschlossen und wollen beisammen bleiben“, will Sedletzky nur ein junges Talent aus der Nachbarschaft hinzuholen. „Da müssen wir aber noch mit dem Klub reden“, wollte er nicht vorgreifen. Finanzielle Abenteuer wird Harland, dass überhaupt als erster Klub aus dem Bezirk ein Herrenteam in der Bundesliga stellt, nicht eingehen. „Einen Nowak oder Pilotti wie in Amstetten wird es bei uns nicht geben“, glaubt Sedletzky auch so eine konkurrenzfähige Truppe zu haben.

Bei den Nachbarn im Bezirk sieht man Harlands Aufstieg erfreut. So meinte Böheimkirchens sportlicher Leiter Pebal scherzhaft: „Besser sie steigen auf, als wir müssen gegen sie in der Landesliga A antreten!“