Böheimkirchnerin Selina Kickinger war Beste

Erstellt am 06. Juli 2022 | 00:21
Lesezeit: 3 Min
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In Linz waren neben Selina Kickinger (l.) noch Carina Kröll, die Mörz-Schwestern Charlize und Alissa sowie Katrin Palicka am Start.
Foto: NOEN
Böheimkirchnerin nach dem ersten EM-Qualifikationsbewerb in Pole-Position.
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Der „1st Austrian Team Challenger“ in der Linzer Arena war der erste Teamwettkampf für Österreichs Eliteturnerinnen um Selina Kickinger und gleichzeitig die erste Qualifikation für die Europameisterschaft im August. Team Österreich landete am fünften Platz, Ungarn feierte einen überlegenen Sieg vor Frankreich und der Schweiz. Positiv: Nur 1,9 Punkte haben Kickinger und Co. auf den dritten Platz gefehlt. Und besonders erfreulich für die Böheimkirchnerin: Mit einem sturzfreien Wettkampf klassierte sie sich von allen fünf Österreicherinnen auf Rang 13 als Beste. „Meine Stufenbarrenübung ist mir super gelungen, und diesmal konnte ich meinen neuen Abgang auch schön in den Stand turnen“, war sie zufrieden, sah aber auch Verbesserungswürdiges. „An meiner Haltung kann ich arbeiten, da sind ein paar Zehntel drinnen!“

Der Balken ging endlich sturzfrei über die Bühne, die neue Akro-Serie gelang Kickinger nahezu perfekt. „Ein größerer Wackler war zwar dabei, bei dem ich auf den Balken greifen musste, um einen Sturz zu vermeiden, daber nichtsdestotrotz bin ich auf meine Übung stolz“, schildert sie.

Highlight war ihre Bodenübung, bei der auch der Spaß zu spüren war, mit der sie die neue Choreographie performt. „Bei meinen akrobatischen und gymnastischen Elementen kann man nichts bemängeln“, meint sie. So konnte sie sich um fast einen halben Punkt im Vergleich zu ihrer bisherigen Bestleistung bei der Staatsmeisterschaft steigern. Und auch im Mehrkampf ging es um rund zwei Punkte nach oben.

„Es war kein perfekter Wettkampf, aber das ist auch gut so, weil die EM erst in fünf Wochen ist, und für die Bestform noch Zeit bleibt.“ Auch mit dem Team einen Wettkampf zu turnen, bewertet sie positiv. „Es hat extrem Spaß gemacht, und wir haben uns alle gegenseitig gepusht. Dass ich die Beste aus dem österreichischen EM-Trials-Team war, hat mir nochmals Selbstvertrauen gegeben, und jetzt weiß: I’m back!“

Kickingers Ziel bei der nächsten Qualifikation in zwei Wochen ist es jetzt, den Schwierigkeitsgrad noch ein bisschen hochzuschrauben und noch weiter an der Ausführung zu feilen. „Vor allem am Sprung möchte ich eine Schraube einbauen, dass ich mir da noch einige Zehntel holen kann.“

Verletzungsbedingt fehlte Jasmin Mader, die an einer Meniskusverletzung laboriert, aber bis zur EM fit werden soll. Neo-Staatsmeisterin Carina Kröll (15.) vergab eine Spitzenplatzierung durch Stürze vom Stufenbarren und vom Schwebebalken.

Für Österreichs Nationaltrainer Daymon Jones war es „wichtig und spannend, nach monatelangem Teamtraining endlich als Team antreten zu können. Energie war zu spüren, unser Prozess ist auf einem guten Weg Richtung EM.“