Meeting als Neustart. Beim ESV blieb heuer kaum ein Stein am anderen. City Splash bestand die Wettkampfprobe.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 16. Juni 2014 (08:10)
NOEN, Claus Stumpfer
Trainertochter Nina Schwarz nahm aus Trainingszwecken an allen neun Bewerben beim Festwochen-Meeting im neuen City Splash teil. Mit drei persönlichen Bestzeiten, sowie einer Silber- und zwei Bronzemedaillen stimmte die Leistung zuversichtlich für die Freiluft-Höhepunkte der Saison. Foto: CS
Das Festwochen-Meeting des ESV St. Pölten war gleich in mehrfacher Hinsicht ein Neuanfang. Zunächst wurde damit das neue Freibad „City Spash“ in St. Pölten auf seine Wettkampftauglichkeit getestet.

Nach Rücktritten von Trio war Nachwuchs gefordert

„Es war die Generalprobe für die Staatsmeisterschaften Anfang August, und sie ist perfekt verlaufen“, freut sich ESV-Trainer Christoph Schwarz, der selbst viele Ideen bei den Architekten eingebracht hatte, und diese gut umgesetzt sieht.

Aber auch für den Klub selbst war das Meeting ein Neuanfang. Nachdem Isabella Sauer zu Jahresbeginn und danach deren Freundin Johanna Büchinger und bei den Burschen Lukas Herold im April ihre aktiven Karrieren beendet haben, war der Nachwuchs gefordert.

Trainertochter Schwarz in neun Bewerben aktiv

„Sauer hat nach der Matura neue Ziele, plant ein Auslandsstudium und auch bei Herold fehlte nach dem Bundesheer und dem Beginn mit dem Medizinstudium die sportliche Perspektive“, hat Schwarz Verständnis für die Entscheidungen seiner bisherigen Aushängeschilder und er rechnet es ihnen hoch an, dass sie dem Klub trotzdem verbunden bleiben. So waren Büchinger und Herold als Helfer beim Meeting engagiert. „Auch als Nachwuchstrainer bringen sie schon ihre Erfahrung ein“, freut sich Schwarz.

Und der Nachwuchs enttäuschte nicht. 27 ESV-Athleten gingen an den Start. Trainertochter Nina Schwarz, die jetzt ins Borgl geht, ging bei allen neun Bewerben an den Start. „Für sie war es das perfekte Training zu Beginn der Freiluftsaison“, findet der Vater. Drei persönliche Bestzeiten standen am Ende zu Buche, dazu gab es eine Silber und zwei Bronzemedaillen bei den Juniorinnen.

Einige Meisterschaften stehen vor der Tür

Je eine Goldene haben sich Barbara Kendler — sie schwamm bei sechs Starts ebenso viele Bestzeiten — und Carina Heidl gesichert. Besonders gefreut hat Schwarz der dritte Platz von Laura Aliskanovic. „Sie hat nach einer Ohrenoperation erst Ende März wieder mit dem Training beginnen können“, schätzt er diese Leistung besonders hoch ein.

In zwei Wochen finden in Wiener Neustadt die Landesmeisterschaften statt und am letzten Juli-Wochenende folgen unmittelbar vor den Staatsmeisterschaften noch die österreichischen Jugendmeisterschaften.

„Bei den Staatsmeisterschaften werden wir als Verein zwar keine Rolle spielen, allerdings werden sicher alle Topstars kommen, da zwei Wochen später bereits die EM stattfindet“, freut sich Schwarz auf den nächsten Schwimm-Leckerbissen in St. Pölten.