SKN am Scheideweg. Nach drei sieglosen Runden stehen die „Wölfe“ am Freitag in Hartberg schon gehörig unter Zugzwang.

Erstellt am 08. September 2014 (13:32)
Heiß auf Premiere. Daniel Segovia will gegen Hartberg nach drei Penalty-Toren in der Liga erstmals aus dem Spiel heraustreffen. Fotos: CS
NOEN, CS

HARTBERG - SKN ST. PÖLTEN, FREITAG, 18.30 UHR: Nur ein Punkt aus drei Heimspielen – mit diesem „Hänger“ haben die Landeshauptstädter Boden verloren. Den es gilt, nach der Länderspielpause wieder gutzumachen. „Natürlich wollen wir etwas mitnehmen aus der Steiermark, am besten drei Punkte“, erklärt Trainer Herbert Gager.

Vor Antritt bei Schlusslicht „Akkus aufgeladen“

„Denen steht das Wasser bis zur Nase“, spielt SKN-Sportmanager Christoph Brunnauer auf die Tabellensituation an. Die Steirer sind noch sieglos, kämpfen mit internen Problemen. So wurde Keeper Lukas Waltl nach einem ausgedehnten Disco-Besuch vor die Tür gesetzt, statt dessen Ex-Portugal-Legionär Hans-Peter Berger verpflichtet.

Am Freitag unterlag die Friesenbichler-Elf in einem Testspiel Bundesligist WAC mit 2:4. Bewusst auf einen Probegalopp verzichtet haben die Landeshauptstädter. Die Trainingswoche stand unter dem Motto „Akkus aufladen“. Jene Stammakteure, die die letzten beiden Monate ständig unter Strom gestanden waren, bekamen von Samstag bis Mittwoch frei.

Neo-Wolf Gluhakovic zum ersten Mal im Kader

„Das hat den Spieler gut getan, sie konnten einmal abschalten“, sagt Trainer Gager. Leichtes Spiel wird der SKN mit Hartberg nicht haben. „Die Steirer waren meist ebenbürtig, sind gerade zuhause nicht zu unterschätzen.“
„Jeder fordert einen Sieg von uns“, weiß Brunnauer um die Erwartungshaltung. Doch er warnt: „Der Kader der Hartberger ist nicht so schlecht, wie es die Tabelle widerspiegelt.“

Neuzugang Petar Gluhakovic dürfte am Freitag bereits im Kader stehen, verrät Trainer Gager. David Oberortner und Bernhard Fucik fallen aus.

Die beiden Auswärtspartien in Hartberg und Horn (Blumauer: „Dort haben wir in den letzten Jahren nicht einmal einen Blumentopf gewonnen“) sind „richtungsweisend“ für die St. Pöltner. Das ist dem SKN-Sportmanager klar: „Nach diesen Spielen können wir uns orientieren, wohin die Reise geht.“ Nach oben oder nach unten.