SKN: Nur 2:2 gegen Kapfenberg. Zweimal legten die St. Pöltner vor, zweimal glichen die Steirer aus. Für den ersehnten Heimsieg reichte es damit nicht.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 28. November 2014 (20:39)
NOEN, Wolfgang Wallner

Bitterkalt der November, bitterernst die Situation für den SKN: Bei nur drei Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone war ein Sieg praktisch Pflicht. Legionär David Parada fiel verletzungsbedingt aus, dafür rückte Mario Mosböck erstmals in die Startformation. Die Wölfe versuchten das Spiel zu machen, kamen jedoch zunächst auf einen grünen Zweig. Umso überraschender die Führung aus der ersten Möglichkeit im ganzen Spiel (19.): Marcel Holzmann zirkelte einen Freistoß Richtung Tor, Tomasz Wisio probierte es, der zweite Versuch durch Michael Huber im Hineingrätschen saß – 1:0.

Nun wachte auch Kapfenberg auf, Andreas Lasnik hämmerte die Kugel über die Latte (20.). Gernot Suppan probierte es aus der Distanz, ebenfalls drüber. Bitter für die Wölfe: Kurz vor der Pause hätte Christian Bubalovic für ein Hands die zweite Gelbe sehen müssen, in der nächsten Situation fiel der umstrittene Ausgleich (43.). Einen Kopfball nach einer Flanke von rechts konnte Keeper Riegler noch entschärfen, doch Kelvin Nwamora setzte nach, traf via Latte. Trotz heftiger Reklamationen wegen Tormannfouls zählte der Ausgleich.
Segovia-Tor war zu wenig

Nach Seitenwechsel kam mehr Leben ins Wolfsrudel – und damit in die Partie. Ein Segovia-Lupfer ging über Goalie und Gehäuse (50.), bei einem Hofbauer-Distanzschuss war Kapfenberg-Keeper Nicht am Posten (55.). Drei Minuten später durften die wetterfesten Fans jubeln: Michael Ambichl setzte sich auf rechts durch, wollte Konstantin Kerschbaumer bedienen. Der verpasste, doch im Rückraum ließ sich Daniel Segovia nicht zweimal bitten. Mit dem 2:1 im Rücken hatten die Landeshauptstädter das Momentum auf ihrer Seite, agierten aber zu umständlich im Abschluss.

Matchbälle nicht verwertet

So kam's wie es kommen musste: Ronivaldo kam nach Felfernig-Flanke zum Kopfball, Wisio rettete zur Ecke. Doch nach diesem Corner klingelte es im SKN-Kasten, Marco Perchtold drehte jubelnd ab (73.). Ronivaldo für die Gäste und Segovia auf Seiten der Heimischen vergaben die Matchbälle. Damit blieb's beim 2:2-Remis.

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Stimmen zum Spiel

SKN-Trainer Michael Steiner: „Wir haben über weite Strecken besser gespielt als zuletzt, auch mehr Mut gezeigt im Spiel nach vorne. Dass wir in der letzten halben Stunde zurückfallen, zieht sich durch den Herbst. Da haben wir die meisten Tore kassiert, die Statistik lügt nicht.“


Facts & Figures


SKN St. Pölten – Kapfenberger SV 2:2 (1:1).

Tore: 1:0 (19.) Huber, 1:1 (43.) Nwamora, 2:1 (58.) Segovia, 2:2 (73.) Perchtold.

Gelbe Karten: (45+1., Foul) Wisio, (67., Foul) Stec; (29., Foul) Bubalovic.

St. Pölten: Riegler; Stec, Huber, Wisio, Holzmann; Grasegger; Ambichl, Hofbauer, Kerschbaumer, Mosböck; Segovia.

Kapfenberg: Nicht; Yatsuka, Gollner, Bubalovic, Perchtold; Grgic, Suppan; Harrer (46. Felfernig), Nwamora (56. Ronivaldo).

NV-Arena, 1.200.- SR Jäger.