Dusek fährt in Sibirien auf Rang zwei

Am Vortag noch auf Rang elf „eingefroren“, raste der Herzogenburger beim zweiten Rennen in Sibirien auf den zweiten Platz.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 02:42
Lesezeit: 2 Min
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Hinter Sieger Martin Nörl entschied Jakob Dusek (rechts) das Fotofinish um Platz zwei gegen Eliot Grondin (rotes Trikot) für sich.
Foto: LOC Krasnojarsk

Jakob Dusek hat am Sonntag beim SBX-Weltcup in Krasnojarsk für die Fortsetzung einer stolzen ÖSV-Serie gesorgt! Der Herzogenburger schaffte als Zweiter den Sprung aufs Podest und holte damit saisonübergreifend den zehnten Weltcup-Stockerlplatz in Folge für die rot-weiß-roten Snowboardcrosser. Seit dem Rennen in Valmalenco (ITA) im Jänner 2021 stand immer ein Österreicher am Podium.

Dusek fuhr jeweils mit Laufsiegen vom Sechzehntel- bis ins Viertelfinale souverän ins Halbfinale. „In diesem habe ich jedoch keinen guten Start erwischt und lag als Vierter scheinbar aussichtlos zurück“, schildert der 25-Jährige, für den das Wort „Aufgeben“ aber nicht existiert. Er ließ sich vom Rückstand nicht beirren, zündete den Turbo und erreichte als Zweiter das große Finale. „Ich bin ruhig geblieben, weil ich gewusst habe, dass auf dieser Strecke durch den Windschatten noch alles möglich ist!“

Auch das Finale sollte sich dann ähnlich dramatisch gestalten: „Es gab ständige Positionswechsel“, schildert Dusek, der am Ende nur dem Deutschen Martin Nörl den Vortritt lassen musste. Gegen den Kanadier Eliot Grondin und den Australier Adam Lambert setzte er sich durch.

„Das war heute richtig cooles Racing“, freute sich Dusek, der beim Rennen am Vortag mit Rang elf noch eine Schlappe hinnehmen hatte müssen. „Ich habe mich heute viel wohler gefühlt als gestern, da haben mir die eisigen Temperaturen von minus 20 Grad zugesetzt.“ Dass er nur 24 Stunden später zurückschlug und den zehnten Stockerlplatz in Folge fürs ÖSV-Team herausgefahren ist, zeigt für ihn, „wie stark unsere Truppe ist“.

Dennoch löste Nörl mit dem zweiten Sieg binnen 24 Stunden Alessandro Hämmerle als Weltcupführenden ab. Beide halten bei 286 Punkten und zwei Saisonsiegen, aufgrund des besseren dritten Resultats liegt nun jedoch der Deutsche voran.

Für Hämmerle war die Bilanz in Sibirien durchwachsen. Der Vorarlberger stand mit dem Kurs „auf Kriegsfuß“ und kam über einen neunten Platz nicht hinaus. Julian Lüftner, der im Rennen am Samstag Dritter geworden war, und Lukas Pachner erreichten am Sonntag ebenfalls die Runde der letzten 16 und landeten jeweils auf Platz 13. Für den St. Pöltner Trendsportler Marco Dornhofer gab es Rang 33., bemeinsam mit den ÖSV-Kollegen David Pickl und Sebastian Jud.

Bei den Damen belegte die Niederösterreicherin Pia Zerkhold den neunten Gesamtrang. Die Britin Charlotte Bankes gewann vor der Französin Chloe Trespeuch, der US-Amerikanerin Lindsey Jacobellis und der Australierin Belle Brockhoff.

Nächste Weltcupstation der Snowboardcrosser ist Cortina d’Ampezzo (ITA), wo am 29. Jänner ein Nachtrennen gefahren wird.