Torflaute herrscht im Sturm-Lazarett. Sky Go Erste Liga / Offensiv-Duo Hartl/Segovia kämpft mit Blessuren – und der SKN weiter mit der Chancenauswertung.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 29. September 2014 (08:38)
NOEN, Draxler
Erste Hilfe. Nach einem Zweikampf in Linz muss Manuel Hartl den Arm in der Schlinge tragen. Mit einer Schulterverletzung droht der zur Zeit torgefährlichste St. Pöltner in den nächsten Wochen auszufallen.
Zwischen Aufwand und Ausbeute beim SKN St. Pölten klafft ein Riesenloch. Und das lässt sich in Punkten ausdrücken. Außer in Hartberg kamen die Landeshauptstädter stets zu zahlreichen Hochkarätern, überzeugten auch spielerisch oft - und dennoch liegt man nur drei Punkte vor der Abstiegszone. Warum? Das zeigte die Partie beim LASK.

„Wir können mit erhobenem Haupt heimfahren, haben super gespielt“, sagt Sportmanager Christoph Brunnauer. Recht hat er. Aber ebenso richtig: „Aus diesen Chancen muss man einfach mehr Tore machen, da war‘s fast schwerer nicht zu treffen“, seufzt Trainer Herbert Gager. Der LASK dagegen sei „unheimlich effizient“ gewesen. Ein Attribut, das den St. Pöltnern bislang fehlt.

„Bei unseren Chancen war‘s schwerer, kein Tor zu machen als zu treffen.“ „Leitwolf“ Herbert Gager zu den Effizienzproblemen seiner Truppe.

Jetzt kommt auch noch das Verletzungspech dazu. Daniel Segovia musste mit einer Muskelverhärtung schon beim mäßigen Cup-Auftritt in St. Johann, wo sich der SKN erst im Penaltyschießen durchsetzen konnte, w.o. geben und stand gegen den LASK nicht im Kader. Ein Comeback am Freitag gegen Mattersburg? Noch offen. Ebenso bei Manuel Hartl.

Zwar traf der Ex-Horner in seiner Heimatstadt Linz, verletzte sich aber im Finish. „Wir mussten die Schulter einrenken“, schildert Brunnauer. Ob die Bänder etwas abbekommen haben, soll heute, Montag, eine Magnetresonanzuntersuchung klären. „Es schaut so aus, als ob die Blessur glimpflich abgegangen wäre“, hofft der SKN-Sportmanager auf grünes Licht für Hartl am Freitag.

Dann steht nämlich die Revanche für die schlimmste SKN-Pleite dieser Saison am Programm. Mit 1:4 war die Gager-Elf in Mattersburg untergegangen, jetzt kommen die Burgenländer in die NV-Arena. Es gelt „an die ansprechende Leistung in Linz“ anzuknüpfen, sagt Brunnauer: „Wir können Mattersburg schlagen. Die Mannschaft steigert sich mit der Aufgabe.“ Übrigens: Nach dem ersten Meisterschaftsdrittel der Vorsaison hatte der SKN ebenfalls nur 13 Zähler am Konto...