Radsport: Schalk fliegt zum Sieg. Bei der Hartberger Weltradsportwoche wuchs der Ganzendorfer Josef Schalk über sich hinaus: Gesamterfolg mit einem eindrucksvollen Vorsprung von fast 15 Minuten.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 21. August 2018 (02:18)
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Gesamtsieger Josef Schalk in Gelb mit dem Zweitplatzierten Ftorek.

Bei der Hartbergerland-Weltradsportwoche ist der Ganzendorfer Josef Schalk„seit ewig“ dabei, wie er sagt (nur 2017 wegen seiner Sturzverletzungen nicht) und in der ewigen Bestenliste steht er ganz vorn.

„Was mir aber heuer gelungen ist, kann ich selbst fast nicht glauben“, erzählt er, dass acht Rennen in acht Tagen zu fahren waren. Eines wurde wegen eines durch einen betrunkenen Autofahrer verursachten schweren Unfalls aber abgebrochen.

Schalk konnte fünf Rennen in der Master-6-Klasse gewinnen. „Auch war ich bei den mitgestarteten jüngeren Fahrern jeweils unter den Besten, meistens Vierter, als einziger meines Alters“, ist er stolz.

Dabei war Schalk beim Prolog, einem 1400-m-Zeitfahren mit dem rutschigen Pflaster im Regen noch gar nicht zurechtgekommen — Rang sieben. Doch schon beim Straßenrennen nach Pöllauberg mit der 17-prozentigen Zielsteigung, holte er mit zweieinhalb Minuten Vorsprung das Gelbe Trikot, das er nicht mehr abgegeben sollte.

Er ließ Siege beim Rundstreckenrennen Kaindorf (1,5 Minuten Vorsprung) und beim Straßenrennen Schölbing folgen. Bei Letzterem war er erst 12 Minuten vor dem Start mit dem Auto hingekommen.

Schalks „Meisterstück“ war aber das Straßenrennen Grafendorf: „Bei strömendem Regen bin ich mit den Verfolgern des Spitzenduos aus der jüngeren Klasse mit 8:51 Minuten Abstand als Gesamtvierter und M-6-Sieger ins Ziel gekommen“, hat Schalk die Anstrengung aber mit Rückenschmerzen bezahlt. Fürs Zeitfahren Unterrohr musste er vom Arzt deshalb sogar fitgespritzt werden — „nur“ Fünfter“! „Mein Zeitpolster vom Vortag hat mir Gelb gerettet“, lacht er. Der Abbruch des Rundstreckenrennens Greinbach war dann für Schalks Rücken günstig. Und beim Bergsprint Neuberg konnte er als Gesamt-Vierter mit einer Minute Abstand schon den fünften M-6-Tagessieg einfahren.

„Damit war ich sechs von sieben Tagen in Gelb und habe die Gesamtwertung mit 14,5 Minuten Vorsprung auf den Slowaken Peter Ftorek gewonnen“, freut sich Schalk.