UNIONvolleys: „Es geht, wird aber schön langsam zäh“. Für die 2.-Bundesliga-Herren der UNIONvolleys Bisamberg/ Hollabrunn heißt es bereits seit über vier Monaten: „Bitte warten!“

Von Teresa Bruckner. Erstellt am 03. März 2021 (00:07)
Der Blick hätte nach oben gehen sollen. Die 2.-Bundesliga-Herren der UNIONvolleys Bisamberg/Hollabrunn – hier Kapitän Sebastian Fluch – waren am besten Weg ins Obere Play-off. Jetzt heißt’s abwarten und Tee trinken. 
Simperler

Während die Frauen der UNIONvolleys Bisamberg/Hollabrunn ihren Grunddurchgang in der Volley League Women aufgrund der Spitzensportregelung normal zu Ende spielen konnten, befinden sich die 2.-Bundesliga-Herren des Weinviertler Aushängeschilds weiter in der Warteschleife.

Sie dürfen nun bereits seit einigen Monaten nicht mehr gemeinsam trainieren, ganz zu schweigen von der Meisterschaftsfortsetzung. Zwar wurde die Saison in der 2. Bundesliga vor Kurzem auch unter dem Spitzensportkonzept wieder aufgenommen, die UNIONvolleys verzichteten aber – wie übrigens einige andere Teams auch – aufgrund von Unklarheiten im Vorfeld der Nennungen auf ein Antreten. Der 24-jährige Zuspieler Sebastian Fluch, gleichzeitig auch Kapitän der Mannschaft, sprach darüber mit der NÖN, und wie es der Mannschaft im Moment geht.

NÖN: Wie ist der Status quo inSachen Meisterschaft und warum hat sich Ihr Team entschlossen, sich nicht der Spitzensportregelung zu unterwerfen?

Sebastian Fluch: Vor allem, weil der finanzielle und organisatorische Aufwand zu groß ist. Zudem waren für uns viele Fragen offen. Außerdem würden lange Reisen auf uns warten, weil bei der Fortsetzung die beiden 2. Bundesligen, also Ost und West, zusammengelegt wurden. Gut für uns ist aber, dass es zumindest keinen Absteiger geben wird oder sonstige Nachteilefür uns entstehen.

Ein gemeinsames Training ist für Ihre Mannschaft nun seit November nicht mehr möglich. Wie versuchen Sie trotzdem fit zu bleiben?

Fluch: Wir haben dreimal pro Woche ein Online-Krafttraining, da trainieren wir mehr oder weniger gemeinsam über Zoom. Wir bekommen einfach Trainingspläne, und wer es schafft, trainiert gemeinsam über Video. So schauen wir, dass wir uns, so gut es geht, fit halten.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Fluch: Es geht. Wir schaffen es ganz gut, dass wir krafttechnisch dabeibleiben. Da ist jedem klar, dass man etwas tun muss, auch wenn es alleine und ein bisschen ziellos ist. Es ist halt schwierig, vor allem, weil die Liga nun ohne uns weitergeht. Wir müssen eben warten, bis der Breitensport wieder erlaubt wird. Es geht, aber es wird schön langsam zäh.

Was sind Ihre Hoffnungen für die nächste Zeit?

Fluch: Wir sind im Endeffekt davon abhängig, was die Regierung sagt. Wir hoffen, dass die Frühjahrsrunde mit den restlichen Teams, die jetzt nicht spielen, irgendwann starten kann. Wir waren am besten Weg, unser Saisonziel, das obere Play-off, zu erreichen, und können uns keinen Vorwurf machen.